Solch ein Einsatz bei Nacht ist auch für die Kollegen des Fachbereiches Stroms der Stadtwerke Weißwasser (SWW) nicht alltäglich. Jedoch ist es vor Kurzem in diesem Fall die einfachste Lösung für die Entladung der Kompaktstation, den Innenhof und die Parkflächen des Grundstücks an der Berliner Straße in Weißwasser zu nutzen. Das, so SWW-Sprecherin Bettina Brandt, vermeide kostspielige Straßensperrungen und Umleitungen. „Damit unsere Kunden und die ansässigen Firmen auf dem Gelände so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, haben die Stadtwerke mit der Spedition entschieden, mit der Lieferung und der Entladung der Trafostation erst ab 18 Uhr zu beginnen“, erklärt sie.

Keine zweieinhalb Stunden später ist die Spedition und der Kran wieder auf dem Heimweg. Die sichere Entladung der Station begleiteten die SWW-Mitarbeiter Alexander Twartz und Enrico Nagorka. Im Vorfeld wurde ein Teil des Objektes abgerissen, um den Stellplatz für die neue Trafo-Station in Weißwasser herzustellen.

Versorgungsstation seit Anfang Februar in Betrieb

Die Umverlegung der Mittel- und Niederspannungskabel ist dabei schrittweise erfolgt, bis die alte Station, einschließlich des Transformators nicht mehr benötigt wurde. Solange sind beide Trafostationen parallel am Netz gelaufen. Die neue Versorgungsstation hat eine Leistung von 630 Kilovoltampere und ist nach erfolgreich bestandener Prüfung am Anfang Februar in Betrieb gegangen.

Anschließend ist der Rückbau der Mittel- und Niederspannungsanlagen der alten Station und Abriss des restlichen Baukörpers angelaufen. „Bei der Maßnahme stand uns die Firma ERF zur Seite, die für uns den Tiefbau und einen Großteil der Umbindung der Kabel übernommen hat“, berichtet Bettina Brandt.

Da die Station nicht mehr dem Bedarf des Netzes und den aktuellen Regeln der Technik gerecht wurde, und zudem ein Risiko für den Arbeitsschutz darstellte, war das Team der Stadtwerke Weißwasser motiviert, dieses Bauvorhaben schnellstmöglich umzusetzen. Mit der nun installierten Technik können Kurz- und Erdschlüsse im Versorgungsnetz leichter lokalisiert und eingrenzt werden. „Dadurch steigt auch die Versorgungssicherheit in unserem Netzgebiet“, erklärt die Sprecherin.