Es gibt viele Beispiele dafür, dass auch dank des Stadtvereins das kulturelle Leben mit seinen vielen Facetten in Weißwasser eine gute Heimstatt hat. Davon ist Vorsitzender Frank Schwarzkopf überzeugt. "Auch wenn die Rahmenbedingungen immer schwieriger werden und es immer weniger Menschen werden, die in der Lage sind, sich über einen langen Zeitraum ehrenamtlich zu engagieren - aus ganz unterschiedlichen Gründen", so Schwarzkopf. Die sind beruflicher, persönlicher und auch gesundheitlicher Art.

Aber auch neue, kritische Mitstreiter sind hinzukommen wie zum Beispiel Peter Sievers oder Maria Ruttmar. "Wir arbeiten mit zahlreichen verlässlichen Partnern zusammen. Und wenn sich unsere Mitglieder - das sind Vereine, Unternehmen, Einzelpersonen - weiter so einbringen, muss uns um die Zukunft nicht bange sein", schätzt der Vereinschef ein.

Nach wie vor geht es darum, vorhandene Kräfte zu bündeln. Man sieht sich als Mitorganisator, Partner oder Teilnehmer von Veranstaltungen - ob sportlicher, kultureller oder gesellschaftspolitischer Art.

Wichtig sei, dass diese Angebote Weißwasseranern helfen, sich in ihrer Stadt wohlzufühlen und gern hier zu leben. "Dort, wo es uns möglich ist, helfen wir auch arbeitslosen Menschen, dass diese - zumindest befristet - einen Job haben", berichtet Schwarzkopf.

Man beteiligt sich beim alljährlichen Anradeln der Barmer, bei "Weißwasser räumt auf", bringt sich beim Waldbahnfest ein. Schwarzkopf erinnert an das Hexenfeuer am 1. Mai, an Sportabzeichen-Tage, an Boulevard-Feste. Einen festen Platz im Vereinskalender haben die Aktionstage gegen Rassismus. Stadtfest, Weihnachtsmarkt gehören gleichfalls dazu. Viele weitere Veranstaltungen ließen sich nennen.

"Doch dieses Jahr wird ein besonders sportliches für unseren Verein. Denn auch wir werden uns stark machen für das Finale von Mission Olympic am ersten Juni-Wochenende in Weißwasser." Über 24 Stunden müssen so viel wie möglich sportliche Aktivitäten in Weißwasser erfolgen. Da werden unzählige helfende und aktive Mitstreiter gebraucht.

Schwarzkopf spricht von einer Gemeinschaft Williger, die sich für die Allgemeinheit einsetze. Jedes Jahr sei eine neue Herausforderung. Zum einen, weil der Verein an Erfahrungen reicher wird, und zum anderen, weil sich die Bedingungen ändern. Aber gerade das mache die Sache ja so spannend, sagt er.

Der Vorsitzende nennt das Beispiel Touristinfomation/Gründerzentrum. Aus seiner Sicht ein erfolgreiches Modell. Nach dem Projektende an der Bahnhofstraße müssen nun in der Straße der Glasmacher kleinere Brötchen gebacken werden. Die Finanzen, an denen sich auch die Stadt Weißwasser beteiligt, geben nicht mehr her. "Wichtig ist jedoch, dass es überhaupt eine Tourist-Info gibt", sieht es Frank Schwarzkopf positiv.

Ihn freut es ebenso, dass der Pavillon, den der Stadtverein am Sorauer Platz in Obhut hat, ein gefragter Treffpunkt anderer Vereine und Interessengruppen geworden ist. "Der Pavillon lebt, und das ist doch toll", schätzt Schwarzkopf ein.