Von Christian Köhler

Im Karee zwischen Schweig- und Karl-Liebknecht-Straße in Weißwasser ist derzeit viel Bewegung. „Wir setzen an der Schweigstraße 39 bis 44 die Einbauten der neuen Fahrstühle fort“, erklärt der Technische Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Weißwasser (WGW) Dietmar Lange. Schon im Januar sind an der Liebknecht-Straße 5 bis 9 neue Lifte in das Treppenhaus über das Dach eingebaut worden. „Es geht darum, die Wohnqualität für die Mieter zu erhöhen“, ist sich Lange sicher.

Barrierearme Zugänge sind der WGW wichtig

Dazu gehört auch, dass auf der Rückseite des Blocks die Kellereingänge ebenerdig gestaltet und im Inneren des Kellers die Zugänge verbreitert wurden. Ziel ist es, allen Bewohnern einen barrierearmen Zugang zu Keller und Wohnung zu ermöglichen. Und das nicht nur für die älter werdende Mieterschaft, sondern auch für Bewohner, die eine Handikap haben.

Mit einem Kran werden neue Schachtgerüste über das Dach des Fünfgeschossers eingelassen. Dort werden die Lifte später im Treppenhaus montiert. „Das Unternehmen Alko aus Eberswalde hat sich auf diese Montage spezialisiert“, erklärt der Genossenschaftsvorstand.

Arbeiten an der Hegelpromenade haben begonnen

Das aber ist noch nicht alles, was derzeit in dem Quartier am Kreiskrankenhaus passiert. An der Hegelpromenade nämlich haben die Arbeiten an zwei Blöcken begonnen. Hier sollen die oberen beiden Etage zurückgebaut werden. Damit verschwinden 28 Wohnungen. Die übrigen 42 werden samt Gebäude saniert. Ein neues Dach, Fassade und nigelnagelneue Fenster werden verbaut. Derzeit sind die ersten Balkone von den Bautrupps bereits abgerissen worden. Sie werden später durch neue ersetzt.

Im Zuge der Sanierungsmaßnahme soll ferner eine neue Straße im Karee entstehen. Sie wird dann durch die Unterführung von der Hegelpromenade ausgehend bei der Zahnarztpraxis wieder zurückgeführt. „Während wir die Sanierung und den Rückbau bereits im diesen Jahr abschließen wollen“, erklärt Dietmar Lange, „werden die Außenanlagen im kommenden Jahr fertiggestellt. 

4,5 Millionen Euro fließen ins Quartier

Allein das Projekt Hegelpromenade kostet rund 1,8 Millionen Euro. Insgesamt werden in das Quartier von der Genossenschaft mehr als 4,5 Millionen Euro investiert. „Damit ist das Gebiet ein Schwerpunkt für die Genossenschaft in Weißwasser“, sagt der Vorstand. Denn im kommenden Jahr sollen vor allem die Blöcke am Krankenhausberg – also die Karl-Liebknecht-Straße – angegangen werden. Auch hier steht möglicherweise ein Rückbau der oberen zwei Etagen an. „Das ist aber noch nicht in dem Topf, wo es kocht“, unterstreicht Dietmar Lange. Die WGW prüfe hier noch mehrere Varianten.

Arbeiten auch in Krauschwitz und Schleife

Die Genossenschaft ist darüber hinaus nicht nur in Weißwasser tätig. „Gegenwärtig setzen wir die Arbeiten an der Glückauf-Siedlung in Schleife fort“, erklärt Dietmar Lange. Dort sind Häuser trockengelegt und Fassaden renoviert worden. Nun stehen die Arbeiten am letzten Haus an. In Krauschwitz dagegen werden die Wegearbeiten an den Blöcken an der Muskauer Straße fertiggestellt.

„Wir zollen unseren Mietern und Mitgliedern viel Respekt, dass sie die Baumaßnahmen in unserem Bestand mittragen“, sagt Dietmar Lange zum Schluss.