Einstimmig hat der Stadtrat in Weißwasser dem Verkauf des rund 8000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Berliner Straße, auf dem sich einst die Porzellina befunden hatte, beschlossen.

Für insgesamt 129.000 Euro wird die Stölzle Lausitz GmbH neuer Eigner des Grundstücks. Das Unternehmen plant auf der Fläche eine Erweiterung des bestehenden Werkes, informiert die Stadtverwaltung. Im Rathaus hofft man, damit den Weg frei zumachen für die Schaffung neuer Industriearbeitsplätze in der Stadt.

Im Porzellina-Kaufvertrag steht eine Bauverpflichtung

Im Kaufvertrag enthalten ist eine Klausel, die eine Bauverpflichtung innerhalb von drei Jahren beinhaltet. „Wir haben mit Freude den Verkauf zur Kenntnis genommen und begrüßen diesen ausdrücklich“, erklärt Stadtrat Jens Glasewald (AfD).

Gleichzeitig stellt Glasewald im Rahmen der Ratssitzung auch für seine Fraktion drei Anträge: So fordert die AfD, dass mit dem Erlös des Verkaufs die Stadtverwaltung zum einen eine Wirtschaftsförderungsstrategie entwickeln soll. Diese sei in Anbetracht des anstehenden Strukturwandels im Rahmen des Kohleausstiegs dringend für Weißwasser zu erarbeiten, hieß es.

Zum anderen wird die Stadtverwaltung aufgefordert, ein entsprechenden Konzept für die Wirtschaftsförderung zu erarbeiten. Zum Dritten soll ein neues Flächennutzungskonzept erstellt werden. Das soll gewährleisten, das mögliche Neuansiedlungen von Firmen schnell einen möglichen Standort vorfinden. Über den Antrag wird in einer der nächsten Stadtratssitzungen beraten.