Nach der Kommunalwahl in Weißwasser haben sich die politischen Kräfteverhältnisse im Stadtrat verschoben. Dennoch sollen Bürger auch an politischen Entscheidungsfindungen beteiligt werden. Das geht beispielsweise über die Mitarbeit in den beiden Ausschüssen, die sowohl Entscheidungen im Stadtrat vorberaten als auch selbst über bestimmte Fragen entscheiden können. Sowohl für den Haushalts- und Sozialausschuss (HSA) als auch für den Bau- und Wirtschaftsausschuss (BWA) sind sieben Einwohner der Stadt zugelassen, dort mitzuarbeiten. Das legt die Hauptsatzung der Stadt fest. Entsprechend konnte jede im Stadtrat vertretene Partei oder Wählervereinigung Vorschläge unterbreiten, wer dort mitarbeitet.

Mehr Vorschläge als Plätze

„Wir haben das Kommunalamt kontaktiert, weil wir mehr Vorschläge als Plätze haben“, erklärt Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext). Über eine Listenwahl sollte entscheiden, wer in den Ausschuss kommt. Bei Stimmengleichheit soll das Los entscheiden. Eine Einigung, die Andreas Friebel (Klartext) zur Sprache brachte, erfolgte nicht.

Für den HSA sind folgende Bürger gewählt: Dörte Broddack, Kerstin Münzberg, Ronny Henschel, Uwe Fischer, Bianka Hettmank, Claudia Müller und Markus Grimmer.

Für den BWA sind folgende sachkundige Einwohner gewählt: Wilfried Hänelt, Karsten Lehmann, Detlef Wolsch, Karl Lustig, Stefan Przymosinksi und Hella Gramer. Zwischen drei weiteren Einwohnern herrschte nach der Auszählung Stimmengleichheit. Per Los wurde Georg-Hubert Schulz gewählt.