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Staatsanwaltschaft hebt Verfahren gegen Angler auf

Vereinsvorsitzender Udo Hirche.
Vereinsvorsitzender Udo Hirche. FOTO: ni
Sagar. Die Staatsanwaltschaft Görlitz hat das Verfahren gegen den Anglerverein Sagar aufgehoben. Darüber ist Vereinsvorsitzender Udo Hirche in dieser Woche schriftlich informiert worden. Gabriela Nitsche

Die Tierrechtsorganisation Peta hatte Anfang des Jahres Anzeige gegen die Petrijünger erhoben, weil das Pokalangeln des Vereins 2016 gegen das Tierschutzgesetz verstoße, hieß es seitens der Organisation. Peta machte die Anzeige daran fest, dass der Wanderpokal für den Fisch des Jahres für einen 8,1 Kilo schweren Karpfen vergeben worden war. Darüber hatte die RUNDSCHAU Anfang Januar 2017 berichtet. Nach Auffassung der Organisation sei das eine Wettbewerbsveranstaltung gewesen, die gegen den Paragrafen 17 des Tierschutzgesetzes verstoßen habe.

Sagars Vereinschef Udo Hirche war schockiert über die Vorwürfe und die Anzeige. "Ich frage mich, was das soll", äußerte sich der langjährige Angelvereinschef zum damaligen Zeitpunkt gegenüber der RUNDSCHAU. Deutlicher war René Häse, Leiter der Geschäftsstelle Anglerverband Elbflorenz, auf Nachfrage geworden: "Die Angler werden durch eine solche Vorgehensweise in falschem Licht dargestellt." Laut Häse stünden Angler für die Hege und Pflege der Gewässer ein, wenn sie ihrem Hobby nachgehen.

Udo Hirche, der jede Wette eingehen wollte, dass der Verein tatsächlich nicht gegen Tier- und Naturschutzgesetze verstoße, freute sich in dieser Woche natürlich über den Brief aus Görlitz von der Staatsanwaltschaft. Alles andere hätte den Sagarer tief erschüttert, sagte er.