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| 16:01 Uhr

Straßenbau
Spreestraße ist ab Montag dicht

Noch kann die Spreestraße einspurig befahren werden, doch ab Montag ist die Trasse für sechs Wochen komplett gesperrt.
Noch kann die Spreestraße einspurig befahren werden, doch ab Montag ist die Trasse für sechs Wochen komplett gesperrt. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Boxberg. Entlang der Spreestraße zwischen Boxberg und Neustadt werden Filterbrunnen verwahrt. Jetzt wird die Trasse komplett gesperrt. Von Torsten Richter-Zippack

Wer ab Montag, 2. Juli, auf kurzem Weg von Boxberg in Richtung Neustadt/Schwarze Pumpe fahren will, hat schlechte Karten. Denn mit Beginn der neuen Woche wird die Spreestraße komplett gesperrt. Das teilt der Landkreis Görlitz als Eigentümer der Trasse mit. Die rund 14 Kilometer lange Verbindung kann voraussichtlich bis 12. August nicht genutzt werden. Eine großräumige Umleitung über Weißwasser und Schleife werde ausgeschildert, kündigt Kreissprecherin Julia Bjar an. Allerdings ist diese Strecke eigenen Recherchen zufolge mit rund 32 Kilometern mehr als doppelt so lang.

Grund für die Sperrung bildet die Verwahrung alter Filterbrunnen des Tagebaus Nochten, informiert die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) als Bauherr. Die Arbeiten an den insgesamt 120 Brunnen haben bereits im Mai begonnen und werden bis Oktober andauern. Derzeit wird der Verkehr in Höhe der ehemaligen Ortslage Tzschelln mittels Baustellenampel geregelt. Der entsprechende Bauabschnitt ist rund 2,5 Kilometer lang. Darüber hinaus muss im gleichen Zeitraum auch der parallel zur Spreestraße verlaufende Spreeradweg gesperrt werden. Aufgrund der umgebenden Tagebaue und des Truppenübungsplatzes sind die Alternativwege sehr lang.

Darüber hinaus soll die Spreestraße in den kommenden Jahren in Gänze erneuert werden, teilt der Landkreis Görlitz mit. Die kürzeste Verbindung zwischen den Kraftwerken Boxberg und Schwarze Pumpe war vor 20 Jahren in Betrieb gegangen.