Von Regina Weiß

Die Herausforderung ist auch für Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) durchaus sportlich. Auch wenn er nicht zu den Startern des Schlossparklaufs gehört, wird er doch am Sonntag, 10. März, zu Hochform auflaufen müssen, um die Siegerehrung durchführen zu können. Das Gratulieren kann in dem Fall schon mal bis zu zwei Stunden dauern, weiß der Stadtchef. Da ist Ausdauer gefragt.

Gleiches trifft ja auch auf die Sportler zu. Zum 25. Mal schon wird das deutsch-polnische Weltkulturerbe zum Austragungsort für das breitensportliche Ereignis. Bis zu 500 Teilnehmer hat es in den Vorjahren schon gegeben. Für Bad Muskaus Stadtchef ein Zeichen dafür, dass sich in der großen sportlichen Familie dieses besondere Event in der Parkstadt rumspricht. Es sei aber auch Zeichen dafür, dass alles gut organisiert wird.

Die Grundlage dafür hat Wolfgang Petsch von der TSG Kraftwerk Boxberg/Weißwasser gelegt. Als dieser aus Altersgründen die Organisation abgegeben hat, sprangen Christina Kaiser aus Bad Muskau und Heike Brandt aus Weißkeißel von der TSG in die Bresche. „Wir machen das in diesem Jahr das elfte Mal“, erzählt Christina Kaiser der RUNDSCHAU. Natürlich mit Helfern an der Seite. Da wären ihre Männer – Stephan Kaiser und Torsten Brandt – zu nennen. „Ich hoffe, die bleiben auch weiterhin so motiviert bei der Sache“, lobt Christina Kaiser. Weitere zwölf bis 15 Helfer kommen aus den Vereinsreihen. Da braucht es Streckenposten und Verantwortliche für die Verpflegung. Stellvertretend für die fleißigen Helfer werden Christoph Thorausch, Reinhard Fürll und Wolfgang Petsch genannt, die schon zu DDR-Zeiten als Kampfrichter tätig waren und die Orgtruppe auch heute noch tatkräftig unterstützen. Die Marktapotheke ist beispielsweise mit am Start, um die Läufer mit Getränken zu versorgen.

Bis dato haben sich schon 300 Läufer online für den Start in Bad Muskau angemeldet. Ob vielleicht beim Jubiläum die 500er-Marke geknackt werden kann? Sicherlich hänge das auch vom Wetter ab. Das sieht für Sonntag gar nicht so schlecht aus.

Was zieht die Läuferschar so zahlreich nach Bad Muskau? Sicherlich auch die einmalige Landschaft, der Lauf in zwei Ländern. Denn für die Strecken über fünf und zehn Kilometer geht es auch in den polnischen Parkteil. Doppelbrücke und Englische Brücke werden passiert und zwischenzeitlich haben die Läufer sicherlich ein bisschen Zeit, den Blick über die Neißeterrasse schweifen zu lassen.

Gleich in vier Cups wird der Lauf in Bad Muskau gewertet: enso-Cup, Fürst-Pückler-Cup, Niederlausitzcup und Bezirksrangliste Dresden. Wahrscheinlich ist auch das mit ein Grund, warum Läufer aus Guben und Löbau, aus Bischofwerda oder Großräschen an den Start gehen. Christina Kaiser ist sich bereits sicher, dass Karl-Heinz Noack mit über 90 Jahren der älteste Starter sein wird. Die Jüngsten versuchen sich beim 800-Meter-Lauf.

Wer sich für den Lauf noch anmelden will, kann das im Internet tun oder sich am Sonntag vor dem Start an der Grundschule einfinden. Dort findet in diesem Jahr die Anmeldung statt.