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Sport
Sportler genießen das Regen-Rennen

Stolz präsentiert Daniel Seher (l.) seinen Pokal für den Gewinn der langen Strecke. Überreicht wurde die Trophäe von Dietmar Ladusch vom gastgebenden Verein.
Stolz präsentiert Daniel Seher (l.) seinen Pokal für den Gewinn der langen Strecke. Überreicht wurde die Trophäe von Dietmar Ladusch vom gastgebenden Verein. FOTO: amz
Boxberg. 40 Athleten nehmen am 37. Boxberger Silvesterlauf teil.

Eigentlich geht es auf der 4,8 Kilometer langen Boxberger Silvesterlauf-Strecke nur um eines: Wer wird Zweiter? Denn der Sieger, so könnte man meinen, steht bereits im Vorfeld fest. Und ja, auch bei der 37. Auflage darf Daniel Seher aus Weißwasser mal wieder den Pokal stolz in die Höhe stemmen. Mit großem zeitlichen Abstand ist der 35-Jährige ins Ziel an der Schulturnhalle in Boxberg eingelaufen. „Ein super Jahresabschluss“, resümiert der Ausnahmeathlet, der fast täglich am Weißwasseraner Braunsteich trainiert. Doch komplett zufrieden starte Daniel Seher nicht ins neue Jahr: „Ich wollte unbedingt einen Marathon gewinnen. Das hat leider nicht geklappt. Beim Europamarathon in Görlitz reichte es nur für den 2. Platz.“

Klar, dass somit bereits jetzt die Herausforderung für 2018 festgeschrieben ist. Und falls es in der Kreisstadt nicht klappen sollte, gibt es auch noch einen Alternativwettkampf. Nämlich den Spreewaldmarathon im April. Beim Silvesterlauf sind auch ganz Familien auf Achse. Beispielsweise die Bittners aus Klitten. Die fünfjährige Tochter Paula sei erst beim letzten Pfingstlauf auf den Geschmack gekommen, berichtet Vater René Bittner. Er selbst renne bereits seit fast 14 Jahren. „Man bekommt dabei den Kopf frei. Unwichtiges tritt in den Hintergrund“, beschreibt er seine Motivation. Früher sei Bittner auch Marathons gelaufen. Aber zu Silvester müsse man es nicht übertreiben. Ebenfalls auf der Piste ist Mutter Sandra Bittner.

Den Sieg auf der kurzen Strecke über 1,8 Kilometer sichert sich indes die neunjährige Paulina Jurack aus Reichwalde. Bei den Nordic Walkern laufen Beatrix Fromm und Hans-Jürgen Kasper zeitgleich als Erste ins Ziel ein. „Die frische Luft, die Bewegung und dass ich beim Walken öfter neue Leute kennenlerne, schätze ich so an diesem Sport“, erzählt Beatrix Fromm. Ihre Lieblingsstrecke verlaufe um den Bärwalder See. Allerdings nicht nur wegen der reizvollen Ausblicke auf das Wasser, sondern ebenso aufgrund der vielen Rastmöglichkeiten.

Beim 2017er-Silvesterlauf sind auch auffallend viele junge Läufer am Start. Beispielsweise die 13-jährige Laura Robel. „Wir sind vier Schüler aus der 7. Klasse. Ich selbst bin in der Laufgruppe aktiv. Das macht richtig Spaß. Und der Regen heute ist für mich nicht schlimm. Er kühlt angenehm ab. So kann man das Laufen genießen.“

Auf der Piste findet sich auch Boxbergs Bürgermeister Achim Junker. „Früher bei der Armee mussten wir drei mal zehn Kilometer pro Woche laufen“, erinnert sich das Gemeindeoberhaupt. Heute gehe es eher um den Spaß. Und natürlich, um die über die Feiertage zusätzlich angefutterten Pfunde wieder loszuwerden. Als Bürgermeister, so berichtet Junker, habe er für Sport relativ wenig Zeit. Wenn es sich aber doch mal einrichten lässt, sei er gern mit dem Fahrrad am Bärwalder See unterwegs.

Organisiert wird der Silvesterlauf vom SV Klitten/Boxberg und der Gemeinde. Erstmals seit Jahren sind die Sportler wieder auf dem ursprünglichen Kurs unterwegs, der an der Schulturnhalle beginnt und endet.

Die Strecke führt durch die Gärten, dann bis vor die Tore von Kringelsdorf und wieder zurück. In den vergangenen Jahren wurde immer am See gelaufen. „An der Turnhalle sind die Bedingungen noch optimaler“, erklärt Vereinspräsident Jörn Kutter.

Im neuen Jahr steht für den SV sogar ein kleines Jubiläum ins Haus. Dann ist es genau ein halbes Jahrzehnt seit dem Zusammenschluss der beiden Vereine aus Boxberg und Klitten vergangen. Heute zählt der SV 139 Mitglieder.

(amz)