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| 15:00 Uhr

Die Gemeinde plant einen Anbau an der Sporthalle
Sporthalle soll größer werden

 Die Sporthalle in Rietschen ist 2011 saniert worden. Nun soll sie auf dieser Seite einen Anbau erhalten.
Die Sporthalle in Rietschen ist 2011 saniert worden. Nun soll sie auf dieser Seite einen Anbau erhalten. FOTO: preikschat
Rietschen. Rietschener planen einen Anbau für eine Drei-Fach-Turnhalle. Der Ausschuss einigt sich auf einen Planerwettbewerb. Von Christian Köhler

Die Gemeinde will die Turnhalle im Ort erweitern. Ziel ist es, dass diese künftig drei Spielfelder bietet. „Wir sind nun auf der Suche nach einem Planer“, erklärt Rietschens Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos). Während der jüngsten Ausschusssitzung ist über die Ausschreibungsmodalitäten und die Frage, wie viele Entwürfe für den avisierten Anbau gesucht werden, debattiert worden. Wie genau nämlich die Sporthalle erweitert wird, dass sollen mehrere Entwürfe von Planern zeigen, die die Gemeinde nun sucht.

Gerade die Handballer vom SSV Stahl Rietschen blicken nicht nur auf Erfolge wie etwa den Sieg der Ostsachsenmeisterschaft im Frühjahr 2018 zurück. Sondern siw wünschen sich auch einen Anbau an die Oberlausitzer Sporthalle schon lange. Die Sportler haben sich bereits im vergangenen Jahr an die Gemeinde gewandt und ihr mitgeteilt, dass die Kapazität der Sportstätte erschöpft sei. Der hohe Bedarf an Trainingszeiten könne nicht mehr abgesichert werden, hieß es in dem Schreiben. Auch mit der Einbeziehung der Halle in Daubitz lasse sich dauerhaft keine Verbesserung erzielen. Abhilfe könne nur eine Erweiterung der Rietschener Turnhalle liefern.

Im Bereich des Parkplatzes sei ein Anbau möglich, hatte Rietschens Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos) schon im Juni vorgeschlagen. Diesen könnten die Gymnastikfrauen gleichermaßen nutzen wie die Schüler der Freien und der Hans-Fallada-Schule, und die Halle würde dann sozusagen für die Ballsportarten frei bleiben.

Eine Projektgruppe hatte sich nun mit dem Vorhaben beschäftigt und die Vorschläge erarbeitet, die von Planern umgesetzt werden sollen. „Es wird dabei ähnlich vorgegangen wie seinerzeit beim Kita-Anbau“, erklärt Ralf Brehmer während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses. Es erfolgt eine Ausschreibung, und danach werden die Entwürfe diskutiert. Drei davon sollen anschließend im Ausschuss beziehungsweise im Gemeinderat vorgestellt werden. Der Rat hat dann die Aufgabe, sich für den besten Entwurf zu entscheiden. Um einen Anreiz für Architekten zu schaffen, will die Gemeinde zudem 500 Euro für jeden Entwurf zahlen. „Das ist auch als kleine Aufwandsentschädigung zu verstehen“, verdeutlicht der Bürgermeister. Immerhin sei es in diesen Zeiten schwierig, genügend Planer für ein Bauvorhaben zu finden und so eine große Bandbreite an Vorschlägen zu erhalten. „Ich finde es reichlich spät, wenn wir die Abgabefrist für die Planer bis zum 22. März 2019 festlegen“, merkt Gemeinderat Bernd Hilke (Freie Wähler) an. Aus Sicht von Hilke, der eng mit dem Handball verbandelt ist, ließe sich auch eine Frist bis zum Februar setzen. Denn in diesem Monat soll auch über den Doppelhaushalt für 2019/2020 der Gemeinde befunden werden. „Da wäre es doch gut, wenn wir eine Kostenschätzung hätten, um zu wissen, was wir an Geldern einstellen müssen“, sagt er. Robert Meier, der als Architekt und sachkundiger Bürger im Ausschuss sitzt, sagt, dass sich die Planer ohnehin nicht wochenlang an einem Entwurf abarbeiten. Deshalb sei es durchaus möglich, das Ausschreibungsende früher anzusetzen.

Nach einigem Hin und Her einigt sich der Ausschuss schließlich auf den 4. März als Datum, an dem alle Entwürfe vorliegen sollten. „Denn wir brauchen auch noch einige Zeit, um diese auszuwerten und sie für den Rat vergleichbar aufzuarbeiten“, begründet Bauamtsleiterin Ulrike Kappler. Die Entwürfe sollen dann in der März-Sitzung des Ausschusses diskutiert werden.