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| 20:17 Uhr

Fussball
Weißwasser überragend – und mit viel Herzblut

Landesklasse Ost. Der VfB fährt beim bislang ungeschlagenen FSV Oderwitz trotz personeller Sorgen einen 4:0-Auswärtssieg ein. Von Steven Knobel

FSV Oderwitz – VfB Weißwasser 0:4 (0:1). T: 0:1 Beil (15.), 0:2 Lukschanderl (62.), 0:3 Reimann (73.), 0:4 Buder (89.); Schiedsrichter: Jennifer Zeuke; Zuschauer: 99
VfB Weißwasser: Woithe, O. Tzschacksch, Radestock, Kraatz, Pohling, Lukschanderl, Beil (80. Weiser), Hartelt, Petrova, Reimann, Buder

Kämpferherz und viel Moral: Dank einer überragenden Mannschaftsleistung hat der VfB Weißwasser das schwere Auswärtsspiel beim bisher ungeschlagenen FSV Oderwitz 02 mit 4:0 gewonnen – und das trotz großer Personalsorgen. Zwar standen dem Team mit Oliver Kraatz und Dominik Petrova wieder etatmäßige Innenverteidiger zur Verfügung. Auch Philipp Reimann stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Dafür fehlten mit Robert Balko, Eric Pötzsch und Gino Kleinfeld jedoch drei Akteure aus der Vorwoche. Bemerkenswert ist die sofort zugesagte Unterstützung von Oliver Tzschacksch aus der zweiten Mannschaft. Diese reiste somit mit nur elf Spielern zum Spitzenspiel nach Kreba-Neudorf und brachte ebenfalls Zählbares mit in die Glasmacherstadt.

Das Spiel begann rasant. Oderwitz machte von der ersten Minute an Druck auf die Gästeabwehr. Doch Weißwasser stemmte sich im Verbund gegen den Angriffsdruck und konnte ein ums andere Mal klären, oft in höchster Not. Und da man nach 15 Minuten stabil in der Defensive stand, wagten auch die Gäste den ersten Angriffsversuch gegen die weit aufgerückten Gastgeber. Dieser führte sogleich zum Erfolg. Luca Hartelt setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und legte quer auf Nico Lukschanderl. Dessen Schuss konnte Marc Röhricht noch parieren, gegen den Nachschuss von Stefan Beil war er jedoch machtlos. Somit war die Anfangsphase auf den Kopf gestellt und die Anzeigetafel zeigte ein 0:1.

Nicht immer konnte die VfB-Abwehr den jungen Topspieler Dawid Wieckiewicz auf Distanz halten. Als er über die rechte Abwehrseite durchbrach, setze er den Abschluss per Schlenzer an den Pfosten. Es folgte erneut eine Druckphase der Oderwitzer. Doch entweder ging der Ball knapp am Kasten vorbei, Abschlussversuche wurden geblockt oder Felix Woithe verhinderte den Ausgleich mit starken Paraden. Gerade die kopfballstarken Junior und Wieckiewicz bemühten sich immer wieder um Abschlüsse. Doch Dominik Petrova und Oliver Kraatz hielten mit Unterstützung vom fleißigen Ben Pohling in den Luftzweikämpfen stark dagegen.

In der zweiten Halbzeit waren es erneut die Oderwitzer, die das Spiel gestalteten und sich zahlreiche Chancen erarbeiteten. Doch mit Geschick im Abwehrverbund und Abschlusspech der Gastgeber sollte an diesem Nachmittag keine Tore für die Heimelf fallen. Die Tore machten stattdessen die Gäste. Und das mit fast perfekter Effizienz. Bemerkenswert war Beils Traumpass auf Lukschanderl. Dessen Abschluss in die lange Ecke sorgte für das 0:2 und Unmut bei den Gastgebern.

Die Gangart wurde nun deutlich härter. Doch die gute Schiedsrichterin Jennifer Zeuke ließ sich nicht beeindrucken und machte den Herren klare Ansagen. In der 74. Minute sorgte Reimann mit dem 0:3 für die Entscheidung. Einen klasse Angriff schloss er erfolgreich ab. Mit seinem Knaller aus 20 Metern jagte schließlich Axel Buder das Leder in den linken Giebel. Dies war der Schlusspunkt zum 0:4 in einer denkwürdigen Partie.