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| 20:43 Uhr

Fussball
Denkwürdiges Spitzenspiel

Rietschens Eric Hennig (r.) geht hier energisch zum Ball. Die gelben Karten kassierte allerdings Weißwasser, gleich sieben Stück. Dominik Petrova musste gar vorzeitig duschen. Dennoch gewann der VfB.
Rietschens Eric Hennig (r.) geht hier energisch zum Ball. Die gelben Karten kassierte allerdings Weißwasser, gleich sieben Stück. Dominik Petrova musste gar vorzeitig duschen. Dennoch gewann der VfB. FOTO: Joachim Rehle
Oberlausitzliga. Der VfB Weißwasser bezwingt in der Oberlausitzliga Stahl Rietschen mit 3:2. Steven Knobel

VfB Weißwasser – Stahl Rietschen-See 3:2 (2:1). Tore: 1:0 Reimann (1.), 1:1 Klepac (33./FE), 2:1 Buder (37.), 3:1 Beil (82.), 3:2 Duda (90.+4); Schiedsrichter: Frank Domel; Zuschauer: 171; Gelb-Rot: (Petrova, VfB/60.)
VfB Weißwasser: Knobel, Balko, Radestock, Kraatz, Beil (87. Pötzsch), Trause (69. Lukschanderl), Petrova, Wiesner, T., Reimann, Buder, Franke

FC Stahl Rietschen-See: Burghardt, Kambor (62.Lampke), Czorny, Holz, Duda, Ullrich, Hennig (80.Klose), Divis, Klepac, Bienst, Nitsche

Es war das Spitzenspiel des Spieltages in der Oberlausitzliga. Und das Spiel hielt über weite Strecken auch das, was es im Vorfeld versprach – spannende Szenen bei sehr guten Bedingungen am Weißwasseraner Turnerheim.

Ehe sich die Gäste vom Erlichthof versahen, lagen sie bereits 0:1 in Rückstand. Nach einem weiten Einwurf von Tom Wiesner in den Strafraum verarbeitetete Philipp Reimann diesen per Lupfer an Torwart Burghardt vorbei in die Maschen. Zu diesem Zeitpunkt war noch keine Minute gespielt. In der 8. Spielminute kam Rietschen zu seiner ersten Toraktion, die nach Flanke aus dem Halbfeld aber nichts einbrachte.

Für sein erstes Foul im Spiel, dazu am gegnerischen Strafraum, gab es nach einer viertel Stunde bereits die Gelbe Karte für Axel Buder. Auch Markus Radestock wirkte recht ratlos, als er in Minute 30 den gelben Karton sah. Kurz darauf ein Elfmeterpfiff nach klarer Ballaktion des Weißwasseraner Torwarts Steven Knobel gegen Lukas Nitsche. Warum Schiedsrichter Frank Domel spätestens zu diesem Zeitpunkt anfing, massiv in das Spiel einzugreifen, bleibt sein Geheimnis. Martin Klepac nahm das Gastgeschenk an und verwandelte zum 1:1.

Mit dem 2:1 durch ein Kopfballtor von Buder nach Freistoß von Reimann hatte der VfB Weißwasser jedoch die richtige Antwort parat. Rietschen hätte nach katastrophalem Fehlabspiel in der Hintermannschaft des VfB den Ausgleich erzielen müssen, Torwart Knobel parierte jedoch den ersten Abschluss stark, und mit gebündelter Kraft der zurückgeeilten Hintermannschaft konnte die Situation bereinigt werden.

In der 52. Spielminute konterte die Heimmannschaft die Gäste aus, doch der Abschluss von Radestock war eher kläglich. Binnen fünf Minuten gab es die Ampelkarte für den jungen Innenverteidiger Dominik Petrova. In der 76. Minute setzte Marco Holz einen Freistoß aus zentraler Position aus 17 Metern an die Latte des VfB-Tores, der zurückspringende Ball war sichere Beute für Keeper Knobel.

Der zwischenzeitlich eingewechselte Nico Lukschanderl lief in Minute 82 allein auf das Rietschener Gehäuse zu und schoss Keeper Burghadt an. Vielleicht wäre der Querpass auf den mitgelaufenen Stefan Beil die bessere Lösung gewesen.

Nachdem Rietschen mächtig auf den Ausgleich drückte, sich an der Hintermannschaft des VfB jedoch ein ums andere Mal die Zähne ausbiss, folgte der K.o.-Schlag durch ein wunderschön herausgespieltes Kopfballtor von Beil. Gespielt waren 85 Minuten und inzwischen hatten sich sieben Spieler der Heimmannschaft den gelben Karton eingefangen. Rietschen bekam nicht eine Karte!

Vier Minuten Nachspielzeit hielt der Schiedsrichter für angebracht und gab in der letzten Minute einen weiteren, sehr umstrittenen Foulelmeter für die Gäste aus Rietschen. Duda verwandelte platziert zum 2:3-Anschlusstreffer, auch wenn Torhüter Knobel die richtige Ecke geahnt hatte.

Danach war ein denkwürdiges Derby beendet und Weißwasser holte sich verdient diese wichtigen drei Punkte. Bereits am Maifeiertag steht das nächste Spiel an. Die Turnerheim-Kicker reisen zum Nachholer nach Obercunnersorf.