| 18:22 Uhr

Handball
Stahl-Rietschen erobert den "Lok-Schuppen"

Alles im Griff: Rietschen-Kapitän Richard Walter (l.).
Alles im Griff: Rietschen-Kapitän Richard Walter (l.). FOTO: Raiko Schröter
Dresden. Die Sporthalle am Emerich-Ambroß-Ufer in Dresden ist sicher jedem Handballer in Sachsen ein Begriff. Eine altehrwürdige Halle, die ihre besten Zeiten hinter sich hat, aber dennoch ihren eigenen Charme besitzt. Auf alle Fälle weiß jede Gästemannschaft, dass hier viel stimmen muss, wenn man Punkte aus dem „Lok-Schuppen“ entführen will. Die Verbandsliga-Handballer vom SSV Stahl-Rietschen haben es trotzdem geschafft. Mit 26:23 triumphierten die Lausitzer in der Fremde.

Eine sehr defensive 6:0-Deckung, die dem ESV-Rückraum die Wurfstärke nahm, war der Schlüssel zum Erfolg. Zwar hatte der SSV anfänglich seine Probleme, jedoch stellte sich das Team um den guten Torhüter Daniel Junge immer mehr auf den Gegner ein. Nach einer Gäste-Auszeit in Minute 14 fand sich der SSV immer besser zurecht. Aus dem 4:7-Rückstand wurde eine 8:7-Führung. Von da an gab die starke SSV-Deckung den Ton in der Landeshauptstadt an. Stahl-Rietschen zog bis auf 12:9 davon und hatte die letzten drei Minuten der ersten Halbzeit auch etwas Glück, dass der ESV zu wenig Kapital aus einer Überzahlsituation schlug. Mit 13:11 ging es in die Kabinen.

Der Angriffsmotor vom SSV stotterte hernach etwas und so kam der ESV zum 14:14. Zum Glück kam man aber anschließend wieder besser in die Partie. Der SSV war nun stets ein bis zwei Tore in Führung, was vor allem der sehr guten Abwehrarbeit um den super Mittelblock von Tom Holubek und Patrick Obier zu verdanken war. Aber auch die anderen Abwehrspieler waren hellwach. Kreisanspiele landeten nun reihenweise in den Rietschener Armen und konnten oft mit schnellen Gegenstoßtoren bestraft werden.

Fünf Minuten vor Schluss stand es 25:19. Der ESV verkürzte nochmal, es änderte jedoch nichts daran, dass der SSV zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte einen Sieg in der Lok-Halle landen und so auf Platz fünf klettern konnte. Am Samstag ist das Spitzenteam aus Radeberg zu Gast im Stahlwerk.

SSV Stahl-Rietschen:

Junge, Mertinatsch – Hilke (6 Tore/2 Siebenmeter), Holubek (6), Noack (3), Opitz, Mrosk, Hänchen, Domko, Lehmann (alle 2), Walter, Obier (beide 1) und Kelch.