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| 17:23 Uhr

Handball
Lok Schleife jubelt über den Pokalsieg

Nach dem 28:24-Sieg gegen Hoyerswerda war der Jubel bei den Schleifer Spielern und dem Anhang riesig.
Nach dem 28:24-Sieg gegen Hoyerswerda war der Jubel bei den Schleifer Spielern und dem Anhang riesig. FOTO: Joachim Rehle
Schleife. Die Handballer bezwingen in einem stimmungsvollen Finale die Reserve des LHV Hoyerswerda mit 28:24.

Im vierten Anlauf hat es geklappt. Die Handballer von Lok Schleife haben durch ein 28:24 (15:11) gegen den LHV Hoyerswerda II zum ersten Mal den Ostsachsenpokal gewonnen.

Vor Beginn des Spiels fiel es schwer, einen Favoriten auszumachen. In der Liga konnten beide Mannschaften jeweils einmal gewinnen, allerdings landete Hoyerswerda zum Schluss vor Schleife in der Tabelle. Außerdem konnte sich die Reserve des LHV mit einigen jungen Spielern aus ihrer ersten Mannschaft verstärken, welche Sachsenliganiveau gewohnt sind. Schleife hatte natürlich die Halle auf seiner Seite und die Motivation, als erste Mannschaft den Pokal im eigenen Wohnzimmer zu gewinnen.

Die Spieler des Gastgebers waren heiß und die Zuschauer machten fantastische Stimmung, sodass man keine Eingewöhnungszeit brauchte, sondern direkt ins Spiel fand und gleich mal mit 4:0 vorlegte. Die Jungs aus Hoyerswerda schienen daraufhin allerdings aufzuwachen und erarbeiteten sich bessere Chancen, die auch größtenteils effizient genutzt wurden. Weil aber vor allem Schleife nicht daran dachte, mit dem Torewerfen aufzuhören, konnte der Vorsprung bis zum Stand von 10:6 gehalten werden. Dann kam es allerdings zum Knacks. Weil man in der Abwehr 100 Prozent gab, jedoch manchmal zu spät kam, gab es einige Zeitstrafen für die Hausherren, was den LHV‘lern erlaubte, bis auf 10:9 heranzukommen. Es sollte sich jedoch herausstellen, dass das nur ein kleines Aufbäumen war und dass die Lok, sobald sie wieder vollständig war, direkt wieder die Kontrolle über das Spiel übernahm. Die Abwehr stand hervorragend, der Keeper war gut aufgelegt und wenn im Angriff Topscorer Marcel Becker in die Manndeckung genommen wurde, dann machten halt die anderen die Tore. Besonders Steven Becker und Max Krautz konnten sich dabei auszeichnen. So ging es schließlich mit dem Stand von 15:11 in die Kabine.

Anfang der zweiten Halbzeit sah Hoyerswerda so gar keinen Stich. Schleife war bissig, kompromisslos und schnell. In der Abwehr wurde als Team gearbeitet, was so gut wie jede Offensivbemühung der Gäste im Keim erstickte. Hoyerswerda schaffte es, in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit genau ein Tor zu erzielen und Schleife nutzte dies, um sich bis auf 20:12 abzusetzen. Der Pokal war in greifbarer Nähe.

Um Hoyerswerda keine Möglichkeit mehr zu geben, schnelle Tore zu machen, wurde nun etwas das Tempo herausgenommen. Ironischerweise spielte das den Gästen in die Karten, die daraufhin wieder mehr vom Spiel hatten und wieder zu ihren Toren kamen. So konnte die Reserve des LHV noch den Rückstand verkleinern, die Zeit reichte aber nicht für mehr und so ging das Spiel mit 28:24 für Schleife aus.

Was danach folgte, kann man kaum beschreiben. Die Halle und die Mannschaft feierten wie Kinder über diesen hart erkämpften und auch verdienten Finalsieg. Drei mal stand man davor schon im Pokalfinale gegen Reservemannschaften und verlor, weil diese dann höherklassige Spieler aus ihren ersten Mannschaften einsetzten. Auch diesmal wurde das wieder versucht und Schleife hat trotzdem gewonnen. Mit viel Herz, Leidenschaft und fantastischen Fans im Rücken.

Für Lok Schleife spielten: K. Becker (2), D. Krautz (2), Masula, Präkelt (1), Siewert, Sticherling, M. Krautz (5), Birne (1), M. Becker (7/1), Wagner, S. Becker (7), Rutenberg (1), Juskowiak (2), Grosser