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| 17:19 Uhr

Sportschiessen
Größter Erfolg für Weißwasseraner Talent

Marie Blasek mit ihrer Medaillensammlung.
Marie Blasek mit ihrer Medaillensammlung. FOTO: privat
Weißwasser/München. Die erst 14-jährige Marie Blasek holt sich in München den Deutschen Meistertitel bei den Sportschützen.

Mit Marie Blasek (14) und Sara Starik (14) haben sich zwei junge Schützendamen des Weißwasseraner Schützenvereins der Elite der Deutschen Sportschützen in der bayerischen Hauptstadt gestellt – und dass am Ende mit großem Erfolg.

„Seit zwei Jahren trainiert die Weißwasseraner Sportschützenjugend gemeinsam mit Sportschützen der erfolgreichsten brandenburgischen Vereine“, erklärt Jörg Schröter strahlend vor Glück. Er ist Trainer und sportlicher Leiter im heimischen Verein. „Marie Blasek zeigte schon seit längerem Ambitionen, auf dem obersten Niveau der deutschen Sportschützenjugend einen Platz zu finden. Die Zielvorgaben für eine erfolgreiche Teilnahme bei den Luftgewehr-DM 2018 hatte sie erfüllt und im Training hatte sie alles gegeben“ ergänzt Schröter.

Mit fast unglaublichen 589 von 600 Ringen beendete Marie Blasek schließlich den Wettkampf gegen 91 mehrheitlich aus Bayern stammende Mitbewerberinnen. 3x20 Schuss ergaben 589 Ringe im 3-Stellungskampf. Alle anderen Teilnehmer hatten da das Nachsehen. Für Marie Blasek bescherte diese Leistung neben der Goldmedaille auch den Titel „Deutscher Meister 2018“.

Sara Starik ging in diesem Jahr erstmals in der Jugendklasse mit dem Kleinkalibergewehr an den Start. Im Liegendschießen erreichte sie bei 66 Startern Platz 21 und platzierte sich auch im 3-Stellungskampf gegen 116 Teilnehmern im guten Mittelfeld.

Am zweiten Tag schossen 176 Teilnehmerinnen in der Disziplin Luftgewehr 20-Schuss stehend.
Mit Platz acht war Marie Blasek nach dreistündigem Wettkampf nicht wirklich zufrieden. „Ehrlichen Herzens konnte ich ihr sagen, dass diese Leistung eine absolute Spitzenleistung ist“ erklärt Schröter „Satte 202,1 Ringe bei 200 möglichen…“ warf er schmunzelnd ein. „Eine Zehn teilt sich eben nochmals auf. Eine einfache Zehn reicht nicht. Es muss schon das Zentrum getroffen werden“, beendet er seinen Miniexkurs in die Schützenregeln.

In einer Mannschaft mit zwei  Wettkämpferinnen aus Frankfurt (Oder) und Lübben trat Marie Blasek für den Schießsportverein Werder an. Das mit brandenburgischen Farben startende Trio holte als Mannschaft bereits die Silbermedaille. Da auch der Wettkampf vom Sonntag als Mannschaftskampf gewertet wurde, hatte Marie mit den 202,2 Ringen einen ganz wesentlichen Beitrag gegeben, dass es hier nochmal Gold für die Mannschaft gab.

Olaf Blasek ist selbst erfolgreicher Sportschütze und ist am Training seiner Tochter beteiligt. „Wir sind alle sehr stolz, den Mut gefunden zu haben, über Landesgrenzen zu schauen. Mit den Brandenburger Schützen und dem dortigen Verband macht es riesigen Spaß, um Spitzenleistungen zu ringen“, erklärt er. „Und es ist hervorragend, dass man diese Verbindung auch beim Landesschützenbund Sachsen inzwischen sehr positiv sieht.“

In München waren Schröter und Blasek gefragte Gesprächspartner.
Dass sich die Schützenjugend aus dem Osten Deutschlands 2018 so stark gezeigt hatte, sorgte für Aufsehen. Man wollte schon wissen, wie es zu dieser Erfolgsgeschichte gekommen ist.

Schüler, die Interesse am Sportschießen haben, können sich gern sonntags ab 10 Uhr auf dem Schießplatz bei Jörg Schröter zu einem Probetraining melden.