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Fussball
Graue Wölfe jubeln über Platz fünf

Weißwasser. Acht Vereine beteiligen sich am Europäischen Oldie-Hallenmasters-Turnier.

Acht Oldie-Teams Ü45 wurden vom Europäischen Oldie Fußball Verein (EOFS) nach Marlow bei Rostock eingeladen. Traditionell waren auch dieses Jahr die beiden Oberlausitz-Vereine (FVO) Graue Wölfe WSW und der Bertsdorfer SV mit dabei. Bei der Gruppeneinteilung wurde dabei bereits durch den Präsidenten der EOFS, Mario Kautzsch, auf die territorialen Nord- und Südbereiche mit jeweils vier Teams in den zwei Lostöpfen hingewiesen.

Das Los wollte es schließlich so, dass die beiden Lausitzer Vereine, der Bertsdorfer SV mit den Grauen Wölfen Weißwasser, mit dem EOFS-Titelverteidiger Rostocker FC und dem Gastgeberverein BSG Scanhaus Marlow, in der Gruppe A, spielten. In der Gruppe B spielte der FSV Bentwisch (fast Serienmeister dieser Hallenmasterturniere) mit dem bayrischen Verein Tuspo Rosstal, der Vogtlandauswahl und zum ersten Mal war der 1.FC Neubrandenburg mit dabei.

Bei solch einem hochwertigen Hallenmaster-Turnier brauchen die „Hobbyspieler“ aus der Lausitz nicht nur Kampfgeist, sondern auch viel Glück, um mit den ehemaligen „Profis“, die meisten vom FC Hansa Rostock, mitzuhalten. Leider hat es für beide Oberlausitz-Teams nicht gereicht. Bei dem amtierenden Meister Bertsdorfer SV war schon im ersten Spiel zu erkennen, dass die vielen verletzten Spieler nicht so einfach zu kompensieren sind. Sie verloren das Eröffnungsspiel gegen den Gastgeberverein klar mit 0:5.

Bei den Grauen Wölfen lief es besser. Bereits in der ersten Minute führten sie durch ein Tor von Maik Riedel mit 1:0. Aber dann kam der Rostocker FC und die Wölfe wurden vorgeführt. Erst beim Zwischenstand von 1:4 besannen sich die Wölfe und so wurde es zum Schluss nochmal knapp. 3:4 hieß es am Ende gegen die Rostocker, was kein schlechtes Ergebnis war.

Im zweiten Gruppenspiel standen sich die beiden FVO-Teams gegenüber und bereits mit dem ersten Schuss vom Anstoßpunkt nach zwei Sekunden konnten die Bertsdorfer mit ihrem großen Anhang jubeln. Durch dieses frühe Tor wurden die Grauen Wölfe wach und spielten ihr bestes Turnierspiel, so dass auch dieses hohe Ergebnis von 7:2 zu Stande kam. Uwe Morgenstern traf für die Wölfe gleich dreimal.

Im Abschlussspiel der Gruppe A gegen das Scanhaus Marlow reichte ein Unentschieden für die Teilnahme am Halbfinale. Frühzeitig lagen die Wölfe zurück und jedes Mal, wenn mehr für den eigenen Angriff unternommen wurde, wurden die Wölfe ausgekontert. Mit 0:4 unterlag man schließlich den Gastgebern. Zum Schluss der Vorrundenspiele standen die vier Nordteams im Halbfinale und der Süden spielte um die Plätze fünf bis acht. Bei dem Bertsdorfer SV, im Spiel um Platz 7 gegen den Bayernvertreter Tuspo Rosstal, war dann die Luft und die Kraft raus und der letzte FVO-Meister verlor auch das letzte Spiel klar mit 2:8.

Um den inoffiziellen südlichen Meistertitel spielten die Grauen Wölfe im Spiel um Platz fünf gegen die Vogtlandauswahl. Diese beiden Teams kennen sich bereits zehn Jahre und immer gingen die Spiele knapp aus. Aber diesen 3:1-Sieg feierten die Wölfe, als wenn sie das Turnier gewonnen hätten. Die Treffer erzielten Konietzky, Riedel und Jurack.

Da jeweils die Zweitplazierten überraschend ihre Halbfinals gewannen, standen der Gastgeber Marlow und der Neuling 1. FC Neubrandenburg im Finale. Alle Spiele waren zwar hart, aber fair und vor allen Dingen freundschaftlich umkämpft. Diese Finalspiel wurde dann von beiden Seiten viel zu hart gespielt und zum Schluss waren alle froh, dass es zu keinen schweren Verletzungen kam. Die BSG Scanhaus Marlow schlug den 1. FC Neubrandenburg schließlich mit 3:1 und holte sich damit den Titel.

Das nächste Hallenmasters findet im italienischen Meran in Südtirol statt.