| 17:36 Uhr

Fußball-Sachsenpokal
Eintracht scheidet aus Pokal aus

Fußball-Sachsenpokal. Die Nieskyer waren beim Regionalligisten Lok Leipzig chancenlos.

1.FC Lok Leipzig - FV Eintracht Niesky 7:2 (5:1)

 Niesky spielte mit: Daniel Höher, Daniel Schlegel, Richard Hildebrand, David Preuß (ab 69. Aron Ritter), Tobias Wittek (ab 72. Luca-Darius Pluta), Bogumil Janlonski (ab 80. Manuel Wenzel), Artur Janus, Jiri Sisler, Clemens Russek, Martin Vojtesek, Marc Höher

Zuschauer: 930, Schiedsrichter: Christian Schlömann (Chemnitz)

Nach der Auslosung der 3. Hauptrunde im sächsischen Landespokal hatte Eintracht eigentlich Heimrecht gegen den Regionalligisten. Doch beide Vereine nahmen umgehend Kontakt auf. Da Niesky die geforderten Sicherheitsauflagen vor einen zu großen Aufwand gestellt hätten, wurde das Heimrecht getauscht und die Partie in Leipzig ausgetragen

Bei den Nieskyern fehlte mit Jonathan Schneider der Sturmpartner von Bogumil Jablonski und so wurde das Unterfangen noch schwerer, bei dem Favoriten für eine Sensation zu sorgen.

Mit Spielbeginn nahmen die Hausherren sofort das Heft des Handelns in die Hand und erzeugten viel Druck auf das Nieskyer Tor. Eintracht hatte viel Schwerstarbeit zu leisten. Man bemühte sich zwar selbst um einen ordentlichen Spielaufbau, doch die robuste Art bei den Zweikämpfen vom Gastgeber brachte immer wieder Ballverluste.

Bereits in der 14. Minute kam Leipzig über seine linke Seite mit einer genialen Eingabe, die Lorincak zum 1:0 einnetzen konnte. Nur fünf Minuten später war es dann Maurer, der den zweiten Treffer erzielte (19.).

In dieser Phase gab es bereits eine klare Überlegenheit der Gastgeber, die auch resolut ihre Chancen nutzen konnten. Als dann Schinke (26.) und erneut Lorincak (34.) erfolgreich waren, musste man schon ein Debakel für die Nieskyer befürchten. Die Gäste bemühten sich zwar, doch sie waren dem Gastgeber eindeutig unterlegen.

Ein Lapsus zweier Leipziger dann in der 40. Minute. Clemens Russek erkannte die Situation vor dem Strafraum des Gastgebers am schnellsten. Mit kraftvollem Einsatz eroberte er sich den Ball und stand somit dann frei vor dem Lok-Torhüter. Klug mit einem gekonnten Heber netzte er zum 1:4-Anschlusstreffer ein.

Doch Leipzig hatte darauf noch die passende Antwort mit dem 5:1 durch Maurer in der 45. Minute parat. Ohne Nachspielzeit ging es dann in die Halbzeitpause mit der klaren und souveränen Führung der Messestädter.

Als der Anpfiff zur zweiten Halbzeit erfolgte, war kaum eine Minute gespielt, da gelangte Jiri Sisler in Ballbesitz. Er erkannte die richtige Situation blitzschnell und lupfte den Ball aus etwa 20 Metern ins Leipziger Tor. Ein Abwehrbein fälschte den Schuss unerreichbar zum 2:5 in die Maschen.

Eintracht konnte nun etwas Ausgeglichenheit erreichen, doch der Gastgeber kam dann in der 64. Minute zum sechsten Treffer erneut durch Lorincak. Dieser traf an diesem Tag bereits zum dritten Mal.

Trainer Uwe Kuhl wechselte nun zweimal aus, aber Daniel Höher im Nieskyer Tor war dann erneut geschlagen. Der kurz zuvor eingewechselte Ziane traf in der 73. Minute zum 7:2. Dieser Treffer reichte dem Gastgeber, der im Spiel nun nicht mehr viel machte. Bis zum Abpfiff gab es deshalb keine nennswerten Aktionen mehr.

Auch in dieser zweiten Halbzeit gab es keine Nachspielzeit. Und so beendete der gut amtierende Schiedsrichter das Pokalspiel pünktlich. Zum Abpfiff bedachten die 930 Zuschauer auch die Eintracht mit Beifall und wünschten dem Gästeteam eine gute Heimreise. Die Nieskyer haben sich in der Begegnung teuer verkauft, konnten den hohen Favoriten allerdings nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Ein Erlebnis war das Pokalspiel beim Regionalligisten, der erst vor einer Woche in der Meisterschaft dem souveränen Spitzenreiter Energie Cottbus einen Punkt abnehmen konnte, aber für die Eintracht allemal.