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| 20:12 Uhr

Motorsport
Chaos, Crash und Podiumsplatz

Der Lausitzer Truck-Racer René Reinert (M.) glänzte beim Saisonabschluss in Jarama (Spanien) mit zwei Siegen.
Der Lausitzer Truck-Racer René Reinert (M.) glänzte beim Saisonabschluss in Jarama (Spanien) mit zwei Siegen. FOTO: REINERT Racing / REINERT Racing i
Weißwasser/Madrid. René Reinert erlebt ein aufwühlendes Finale der FIA European Truck Racing Championship in Madrid. red

Bei herrlichstem Spätsommerwetter verlief der achte und letzte Lauf der FIA European Truck Racing Championship auf dem Circuito del Jarama in San Sebastián del los Reyes im Norden Madrids vor insgesamt fast 27 000 Zuschauern für den Lausitzer MAN-Piloten René Reinert und sein Team Reinert Adventure, das er zusammen mit seinem Markenkollegen Sascha Lenz bildet, ausgesprochen erfolgreich. Insgesamt waren es am Ende sechs Podiumsplätze.

Am Samstag standen zunächst die beiden Freien Trainings an, wobei der Zeitplan extrem eng war. Da die Piste erst kurz zuvor einen neuen Belag bekommen hatte, für den den Truckacern keinerlei Erfahrungswerte vorlagen – der sich als extrem schnell und nicht unbedingt als reifenschonend erwies – musste innerhalb kürzester Zeit erst einmal das Set-Up den neuen Verhältnissen angepasst werden.

In der anschließenden SuperPole der Top-Ten schaffte es René Reinert schließlich auf den 9. Startplatz.

Im anschließenden ersten Rennen des Wochenendes kam es schon nach nur einem Drittel der ersten Runde zu einem verheerenden Crash, bei dem gleich fünf RaceTrucks ganz massiv etwas abbekamen. Das Rennen wurde sofort abgebrochen. René Reinert und sein Teamkollege Sascha Lenz überstanden das Chaos unbeschadet und standen beim Neustart nach mittlerweile einstündiger Verspätung wieder auf ihren Plätzen.

Der Schock saß allen noch etwas in den Knochen, denn es ging anschließend ausgesprochen gesittet zu. René Reinert holte sich den 6. Platz, Sascha Lenz wurde Vierter, für das Team Reinert Adventure war dies Platz zwei auf dem Teampodium.

Infolge der umgekehrten Startaufstellung im zweiten Tagesrennen hieß das für René Reinert Startplatz drei im Folgerennen. Die Poleposition hatte der Engländer Shane Brereton (MAN). Nachdem Reinert sich beim Start gegen die Iveco-Pilotin Steffi Halm – auf Startplatz zwei – hatte durchsetzen können, jagte er Brereton unaufhörlich.

Lange hielt der englische Markenkollege den ständigen Attacken stand. Doch als der blaue Reinert-MAN erst einmal vorbei war, fuhr der Lausitzer schnell einen großen Abstand heraus und einem klaren Sieg entgegen. Steffi Halm biss sich an Brereton etwas die Zähne aus und musste sich am Ende knapp geschlagen mit dem 3. Platz zufrieden geben. Teamkollege Sascha Lenz wurde Fünfter, insgesamt hieß das für Reinert Adventure Sieg in der Teamwertung.

Am Sonntagmorgen holte sich René Reinert Platz 7 in der SuperPole. Anschließend ging es nicht so aggressiv zu wie beim ersten Samstagsrennen, härtere Kontakte blieben aus. Der MAN-Pilot konnte sich locker um zwei Positionen verbessern und kam schließlich ganz knapp hinter dem Teamkollegen Sascha Lenz als Fünfter durchs Ziel.

Für das Team bedeutete dieses gute Gesamtergebnis wieder Platz zwei auf dem Teampodium.

Ins letzte Rennen der Saison startete René Reinert vom 4. Platz aus und schob sich schnell auf Platz zwei. Fünf Runden lang jagte der Cottbuser nun seinen britischen Markenkollegen vor sich her und studierte dessen Reaktionen an der Spitze. Schließlich ergab sich eine Lücke, Reinert stach sofort hinein und war vorbei.

Aber nicht nur René Reinert stand schließlich auf dem Podium, auch für das Team Reinert Adventure gab es wiederum einen Podiumsplatz in der Teamwertung, es war abermals der zweite. Den Silberplatz belegte Reinert Adventure schließlich auch im FIA-Gesamtklassement des Teamchampionats. In der Einzelwertung kam René Reinert auf Platz sieben.