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| 19:03 Uhr

Fußball
100 Treffer in der Liga

Eric Hennig von Stahl Rietschen hat sein 100. Tor in der Kreisoberliga geschossen.
Eric Hennig von Stahl Rietschen hat sein 100. Tor in der Kreisoberliga geschossen. FOTO: Christian Köhler
Rietschen. Eric Hennig vom FC Stahl Rietschen hat eine Topquote. Vom Aufstieg in die Landesklasse spricht aber trotz Platz zwei noch niemand im Verein. Von Christian Köhler

Der wohl erfolgreichste Torschütze beim FC Stahl Rietschen hat am vergangenen Wochenende gegen SV Rot/Weiß Bad Muskau die 100 vollgemacht. Eric Hennig ist Stürmer, steht immer dort, wo er stehen muss, lobt Trainer Martin Procházka. „Das ist schon etwas Besonderes“, ist sich auch Stahl-Vereinschef Erbo Naß sicher.

Der 29-Jährige hat das Kicken beim SV Klitten gelernt. „Ich habe da mit sechs Jahren 1995 angefangen, Fußball zu spielen“, erinnert er sich. In Klitten selbst aber hatte er nicht die Möglichkeit gehabt, höherklassig spielen zu können, nachdem der Verein des Boxberger Ortsteiles 2013 abgestiegen war. „Deshalb bin ich nach Rietschen gewechselt“, erzählt er. Über soziale Medien sei er mit Erbo Naß in Kontakt gekommen, habe dessen Angebot bei Stahl gerne angenommen. Dass er am vergangenen Wochenende die 100 voll gemacht hat, hat er selbst gar ncht gewusst. „Ich habe eine super Mannschaft um mich, die auch die Bälle so bringt, dass man sie verwerten kann“, sagt der Stahl-Stürmer. Eine attraktive Spielweise und vor allem eine gute Stimmung, das seien die Grundlagen, ist sich Chef-Coach Martin Procházka mit Blick auf seinen Torschützen sicher.

Momentan stehen die Rietschener auf dem zweiten Tabellenplatz in der Oberlausitz-Liga, müssen am Samstag im Spitzenspiel in Rauschwalde ran. Mit einem Sieg würde die Tabellenführung winken. Von Aufstieg aber will bislang niemand so richtig sprechen. „Wir haben oft eine gute erste Halbserie gespielt“, sagt Erbo Naß. Man müsse erst einmal die zweite Hälfte abwarten. „Aber wenn wir unsere Leistung halten, sollten wir uns alle noch einmal zusammensetzen“, deutet er an.

Mit der Leistung ist das aber so eine Sache. Immerhin ist der Rietschener Trainingsplatz dieser Tage nicht bespielbar. Wildschweine haben ihn regelrecht umgepflügt, weshalb das Training derzeit in See stattfinden muss. „Wir brauchen ja einen beleuchteten Platz, weil es nun zeitig dunkel wird und die Spieler auch alle arbeitstätig sind“, erklärt Naß. Für Spieler und Trainer bedeutet das Aufwand, immerhin liegt der Sportplatz in See mehrere Kilometer weit entfernt.

Der Gemeinderat in Rietschen hatte schon während der Novembersitzung Mittel für eine Platzerneuerung sowie den Bau eines neuen Zaunes um die Stahl-Arena in Aussicht gestellt. Dafür wolle man einen Teil der Pauschale des Freistaates, die dieser an alle Kommunen verteilt, nutzen. Mehrere Angebote, so erklärte seinerzeit Kämmerin Sigune Hilke, hätten bereits vorgelegen. Schließlich sei nicht auszuschließen, ob die Wildschweine noch einmal wieder kommen. Genauer habe das jedoch der Technische Ausschuss absprechen wollen. Der tagte zwar im November, hatte sich aber zu keiner Entscheidung durchringen können. „Wir wollen noch weitere Angebote prüfen“, begründet auf RUNDSCHAU-Nachfrage Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos). Dass noch andere Vereine und Institutionen im Ort das Geld ebenso gebrauchen können – die Feuerwehr etwa soll einen Bedarf angemeldet haben – sei nicht verwunderlich, „aber im Frühjahr wird ja hier auch wieder Schulsport gemacht“, entgegnet Erbo Nass, der für die Freien Wähler auch im Gemeinderat sitzt. Er wolle am Montag das Thema während der Sitzung ansprechen, sagt er.

Zuvor aber soll, geht es nach Erbo Naß, Rietschens „Erste“ an die Tabellenspitze. „Und zur Weihnachtsfeier am Samstag gibt es Wildschwein“, sagt er mit einem Augenzwinkern.