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Sparkasse erwirtschaftet Überschuss

Zittau. Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen. "Die Finanzlage unserer Sparkasse ist stabil", so Vorstandsvorsitzender Michael Bräuer in einer Pressemitteilung. red/dh

Die Bilanzsumme der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ist gegenüber dem Vorjahr um rund 156,7 Millionen Euro gestiegen und beträgt nun mehr als 2,94 Milliarden Euro. Die größte Position in der Bilanz sind die Kundengelder mit einem Anteil von 88,9 Prozent.

Die Kundeneinlagen sind zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen und belaufen sich nun auf über 2,6 Milliarden Euro. Trotz weiterhin rückläufiger Bevölkerungszahlen und historisch niedriger Zinsen wuchs der Einlagenbestand um 4,8 Prozent.

"Sechs von zehn Einwohnern im Landkreis Görlitz führen ihr Girokonto bei der Sparkasse", erläutert Vorstandsmitglied Frank Hensel. Die meisten Kunden bevorzugen nach wie vor sichere Geldanlagen mit überschaubaren Laufzeiten.

Viele Wohnungsbaukredite

Die Sparkasse sagte im Berichtsjahr neue Darlehen in Höhe von 115,5 Millionen Euro zu. Der Großteil entfiel wiederum auf Unternehmen sowie Selbstständige (52,7 Prozent). An private Kreditnehmer entfielen 45,6 Prozent, vorrangig in Form von Wohnungsbaukrediten. Der Kreditbestand stieg um 22 Millionen auf 740 Millionen Euro.

Der Jahresüberschuss der Sparkasse liegt mit 4,8 Millionen Euro nahe am Vorjahreswert (fünf Millionen Euro). Der leichte Rückgang liegt dem Geldinstitut zufolge hauptsächlich an geringeren Zinserträgen sowie an den, durch Tariferhöhungen gestiegenen, Personalaufwendungen. Der Rückgang der Beschäftigtenzahl resultiert demnach im Wesentlichen aus dem Wechsel von 24 bisher abgeordneten Mitarbeitern in ein Anstellungsverhältnis beim Landkreis Görlitz.

Aus dem Jahresüberschuss wird die Sparkasse im Wesentlichen ihre Reserven stärken, um Vorsorge für die Zukunft zu treffen. Ebenso kann eine Ausschüttung an den Träger der Sparkasse in Vorjahreshöhe erfolgen, wenn die Zweckverbandsversammlung der Sparkasse dies im Sommer beschließt.

"2014 haben wir erneut ein historisches Zinstief erreicht", so der Vorstandsvorsitzende Michael Bräuer, gleichzeitig Verbandsobmann beim Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV). Die Ursache dafür sei die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. "Dadurch werden unter anderem die Staatshaushalte zulasten der deutschen Sparer saniert. Aber auch das solide Geschäftsmodell regionaler Kreditinstitute wird vor große Herausforderungen gestellt, wenn von Einlegern auf einmal Zinsen gefordert werden und an Kreditnehmer Zinsen gezahlt werden", so Bräuer weiter. "Hinzu kommen immer neue Vorschriften zur Bankenregulierung, die keinen Unterschied machen zwischen weltweit agierenden Großbanken und regional tätigen Instituten wie den Sparkassen. Hier sind die Politiker in Berlin und Brüssel sowie die EZB in Frankfurt gefordert, diese ungesunde Entwicklung zu korrigieren. Die Sparkasse Oberlausitz- Niederschlesien ist allerdings so solide und stabil aufgestellt, um auch diese schwierige Situation zu meistern."

Engagiert für die Region

Der wirtschaftliche Erfolg der Sparkasse ist die Basis für ihr Engagement zum Gemeinwohl der Region, heißt es weiter in der Pressemitteilung. So förderte sie im vergangenen Jahr insgesamt 418 Vereine und Institutionen sowie Initiativen und Projekte im Landkreis Görlitz. Dafür stellte sie insgesamt 1,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Darüber hinaus erhöhte sie das Kapital ihrer Stiftung um drei Millionen Euro auf nunmehr 17,5 Millionen. Mit den Erträgen aus dem Kapital förderte die Stiftung im vergangenen Jahr 53 Projekte mit insgesamt 164 000 Euro.