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| 16:57 Uhr

Motorsport
Das Duell kann in Boxberg starten

Anders Gröndal am zweiten Wertungstag bei der 20. Lausitz-Rallye. Am Ende konnte sie der Norweger für sich entscheiden. In diesem Jahr geht er wieder an den Start. Das wird seine Fans freuen.
Anders Gröndal am zweiten Wertungstag bei der 20. Lausitz-Rallye. Am Ende konnte sie der Norweger für sich entscheiden. In diesem Jahr geht er wieder an den Start. Das wird seine Fans freuen. FOTO: Regina Weiß
Boxberg. 90 Teilnehmer wollen es bei der 21. Lausitz-Rallye wissen. Darunter sind mit Anders Gröndal und Matthias Kahle der Erst- und Zweitplatzierte von 2017. Es wird also wieder spannend. Von Regina Weiß

Am Bärwalder See weht am Dienstag ein flottes Lüftchen. Der Wind lässt die Flaggen, die von der Internationalität der 21. Lausitz-Rallye künden, munter vor sich hin flattern. Sie künden von Startern aus Polen und Tschechien, Norwegen und Schweden, Russland und Ungarn, Großbritannien und Dänemark, die an der vom 1. bis 3. November stattfindenden Rallye teilnehmen. Mehr als die Hälfte der 90 Teams, die sich angemeldet haben, kommen aus dem Ausland. „Das ist ein Rekord für eine Rallye in diesem Jahr in Deutschland“, kann Wolfgang Rasper vom veranstaltenden Rallye-Renn- und Wassersport-Club Lausitz (RRWC) voller Stolz beim Pressetermin am Dienstag in Boxberg berichten. Außerdem ist er mit der Teilnehmerzahl sehr zufrieden.

Das sah vor einigen Wochen noch ganz anders aus. Beim ersten Nennungsschluss seien gerade mal etwas über 20 Anmeldungen da gewesen. „Da hätte ich fast das Handtuch geschmissen. Das Risiko wäre mir zu hoch gewesen“, nimmt Rasper kein Blatt vor den Mund. Doch das ist quasi Schnee von gestern.

Jetzt freut sich der Rallye-Enthusiast auf ein Duell der speziellen Art. Mit Anders Gröndal – dem norwegischen Meister von 2018 – kommt der Sieger von 2017 wieder in die Lausitz. Und dort trifft er auf die Lokal-Matadoren Matthias Kahle und Christian Doerr. 2017 ging es um Sekunden. In diesem Jahr geht es um einen besonderen Pokal. Sowohl Gröndal als auch Kahle könnten die Rallye zum fünften Mal gewinnen. „Am besten, es wären beide“, formuliert es Rasper ganz diplomatisch. Dabei weiß er natürlich, dass der Norweger mehr Rennerfahrung hat. Bei einem dieser Starts sei auch sein Auto abgeflogen. „Deswegen hätte er fast nicht starten können“, so Rasper.

Wer könnte dem Zweikampf einen Strich durch die Rechnung machen? Fabian Kreim. Der 26-Jährige ist Pilot im Team von Skoda Auto Deutschland. Andreas Leue, verantwortlich für Motorsport und Tradition bei Skoda Auto Deutschland, freut sich auf eine tolle Show: „Rallye-Fans aufgepasst: Hier tritt der zweimalige deutsche Meister und aktuell wohl beste deutsche Rallye-Nachwuchspilot Fabian Kreim gegen Rallye-Legende Matthias Kahle an. Wir dürfen sehr gespannt sein, wie das Duell der beiden national erfolgreichsten Skoda Piloten aller Zeiten ausgeht.“

Ferenc Kiss als zweimaliger ungarischer Meister, Sylwester Plachytka als polnische Nachwuchshoffnung oder Marcin Slobodzian vom polnischen Werksteam von Subaru könnten es ebenfalls spannend machen. Nach 294,92 Kilometern, davon 152,40 Kilometer in der Wertung, wird man es genau wissen, wer sich in die Siegertafel einschreiben kann. Spannende Streckenabschnitte warten auf die Teams. Zwölf Prozent liegen auf Apshalt, der übergroße Rest auf Schotter.

Freitag um 15.30 Uhr wird das erste Auto auf die Strecke geschickt. Die Rampe befindet sich schräg gegenüber vom Tiz am Bärwalder See. Dort zieht die Rallyeleitung ein. Das Fahrerlager schlägt im wahrsten Sinn des Wortes seine Zelte auf dem Campingplatz am See auf. „Es gefällt mir, dass das in diesem Jahr so kompakt am See ist. Es hat dafür zwar etwas Überzeugungsarbeit gebraucht. Aber ich finde, es ist eine gute Lösung“, so Boxbergs Bürgermeister Achim Junker. Für ihn ist die Lausitz-Rallye nicht nur ein Aushängeschild für Boxberg, sondern für die gesamte Lausitz.

Die Fans des Motorsportevents kommen allerdings von weit über diesen Landstrich hinaus angereist. Bei schönem Wetter werden sich wieder Tausende an den einzelnen Zuschauerpunkten einfinden. Diese sind alle im Rallye-Journal beschrieben. Dieses ist ab sofort bei den Tankstellen in Weißwasser, Lohsa, Rietschen, Klitten und Boxberg zu erwerben.

Um die Wirksamkeit der Rallye im Rahmen der Öffentlichkeit weiter zu stärken, hat Lothar Bienst in seiner Funktion als Mitglied des Stiftungsrates am Dienstag einen Scheck an Wolfgang Rasper übergeben. Die Sparkassenstiftung Oberlausitz-Niederschlesien unterstützt das Event mit 21 500 Euro.

Die Straße zwischen dem Ortsausgang Kringelsdorf in Richtung B 156 (Betriebsstraße) ist Samstag, 3. November, bis zur Einfahrt Tagesanlagen von 7 bis 19 Uhr voll gesperrt. Die Zufahrt zu den Tagesanlagen beziehungsweise zum Zuschauerpunkt sind nur von der B 156 aus möglich. Außerdem weisen die Veranstalter darauf hin, dass durch den erhöhten Verkehr am Rallye-Wochenende Vorsicht geboten ist.