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Sonnabend geht's auf große Wanderung mit der Bundeswehr

Kommandant René Pierschel.
Kommandant René Pierschel. FOTO: ni
Haide. Zu einer geführten Informationstour und Wanderung lädt der Kommandant des Truppenübungsplatzes Oberlausitz, Major René Pierschel, ein. Gewandert wird an diesem Samstag, 25. Gabriela Nitsche

April, über etwa zehn Kilometer. Treffpunkt für alle Interessierten ist das Trupplager Werdeck von 8.30 bis 9.45 Uhr. Eine andere Möglichkeit, an der Tour teilzunehmen, gibt es nicht. Denn anschließend werden aus Sicherheitsgründen die Schranken wieder verschlossen, weist der Kommandant hin.

"Nach den bisherigen Anmeldungen zu urteilen, ist das Interesse sehr groß", schätzt René Pierschel ein. Mehr als 150 Teilnehmer hätten sich bisher vormerken lassen. Darunter sind auch einige prominente Leute aus der Region wie SPD-Bundestagsabgeordneter Thomas Jurk aus Weißkeißel, die Landtagsabgeordneten Thomas Baum (SPD) aus Bad Muskau und Lothar Bienst (CDU) aus Teicha, Landrat Bernd Lange (CDU) und verschiedene Bürgermeister.

Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann sich bis zum morgigen Mittwoch, 22. April, telefonisch unter 03576 2133400 auf der Liste einschreiben lassen.

Wer sich die Option bis Samstagfrüh offen lassen will, kann auch spontan am Treffpunkt in Werdeck erscheinen. Wichtig ist nur, so der Kommandant, dass die Teilnehmer rüstig sind, entsprechend festes Schuhwerk tragen und der Witterung angepasste Bekleidung. Denn die Zehn-Kilometer-Tour werde tatsächlich nur gelaufen. Es gibt keine Rundfahrten, wie das die Besucher vom Tag der offenen Tür auf dem Truppenübungsplatz kennen. "Es ist ein Wandertag", unterstreicht Major Pierschel.

Von Werdeck aus führt der Weg die Wanderer über den Übungsplatz in Richtung Freundschaftshöhe. Eine tolle Sicht bietet sich den Teilnehmern von dort über den rund 17 000 Hektar großen Platz. Zu DDR-Zeiten erfreute sich auf dieser Höhe zum Beispiel Erich Honecker an den übenden Panzern.

Haltepunkte sind auch Tränke, der kleine Ort, der 1962 der NVA Platz machen musste. Heute sorgt die Bundeswehr für die nötige Pflege. "Wir begleiten die Wanderer auf ihrem Weg, mit dabei sind auch die Bundesförster", so Pierschel. Zwei Drittel des Truppenübungsplatzes sind eine Naturidylle, wo sich seltene Pflanzen und Tiere heimisch fühlen. In den Wäldern ist der Wolf genauso zu Hause wie Seeadler - die Wappentiere des Platzes. "Und da Wandern hungrig und durstig macht, sind unterwegs einige Verpflegungsstützpunkte eingerichtet", erklärt René Pierschel.