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| 12:13 Uhr

Feuerwehr in der Parkstadt
Sirene ruft in Bad Muskau zum Sachentausch

 Mit Stefan Michalk und Uli Dutsch (Mitte vorn) haben die ersten beiden Kameraden aus den Reihen der Feuerwehren von Bad Muskau ihre neue Einsatzkleidung angezogen. Bürgermeister Andreas Bänder (l.) und Stadtwehrleiter Andreas Haertel (r.) sind froh, dass die Neuanschaffung möglich war.
Mit Stefan Michalk und Uli Dutsch (Mitte vorn) haben die ersten beiden Kameraden aus den Reihen der Feuerwehren von Bad Muskau ihre neue Einsatzkleidung angezogen. Bürgermeister Andreas Bänder (l.) und Stadtwehrleiter Andreas Haertel (r.) sind froh, dass die Neuanschaffung möglich war. FOTO: Regina Weiß
Bad Muskau . Neue Bekleidung wird an die Kameraden der Feuerwehren übergeben. Doch nicht alles läuft nach Plan. Von Regina Weiß

Nur gut, dass Stadtwehrleiter Andreas Haertel ein gut sortiertes Zeitungsarchiv hat, was die Aktivitäten der Wehren der Parkstadt betrifft. So kann er am Montag den Beweis antreten, dass der letzte Sachenwechsel für die Kameraden schon etwas länger zurückliegt. Konkret ist es fast genau auf den Tag 19 Jahre her, dass die Mitglieder der Wehren Bad Muskau-Stadt und Köbeln neue Einsatzbekleidung bekommen haben. Am 2. März 2000 wurden sie neu ausgestattet. Zeit wird’s für einen Klamottenwechsel, könnte man salopp formulieren. Und als ob es jemand geahnt hat, dass eine solche Aktion in Bad Muskau nicht zu den Selbstverständlichkeiten gehört, erklingt justament kurz vor dem vereinbarten Termin die Sirene. Zwei Fahrzeuge rücken aus. Nicht etwa, um Jacken und Hosen herbeizuholen. Vielmehr hat jemand eine Ölspur gemeldet, die fast die gesamte Ortsdurchfahrt verschmutzt. Auch Stadtwehrleiter Andreas Haertel kann sich über diesen Zufall ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) freut sich, dass er symbolisch die ersten zwei Jacken überreichen kann. „Das Ganze ist wirklich längst überfällig.“ Doch bei der Haushaltslage der Stadt erst durch die Unterstützung des Landkreises Görlitz möglich geworden. Bad Muskau habe rechtzeitig eine Förderung beantragen können. Jetzt höre man nichts Gutes: Der Fördertopf sei um ein Vielfaches überzeichnet.

Vier Kameraden aus beiden Wehren hatten sich in der Arbeitsgemeinschaft Sachen akribisch mit der neuen Einsatzkleidung befasst. Von dort kam auch der Vorschlag, bei der dunkelblauen Einsatzkleidung mit Reflektoren zu bleiben. Letztlich auch eine Frage des Geldes. Mit den 60 Garnituren habe man auch einen Puffer für neue Kameraden, die in die Reihen der Wehr nachrücken.

Hosen und Jacken sowie 13 Parka für die Jugendfeuerwehr haben zusammen rund 48 000 Euro gekostet. Durch die 75-prozentige Förderung des Landes verbleiben rund 12 000 Eigenmittel bei der Stadt. Die alte Bekleidung war mehrfach durch das Feuerwehrtechnische Zentrum in Weißwasser gereinigt worden, aber zeigte nach den Jahren Auflösungserscheinungen.

 Mit Stefan Michalk und Uli Dutsch (Mitte vorn) haben die ersten beiden Kameraden aus den Reihen der Feuerwehren von Bad Muskau ihre neue Einsatzkleidung angezogen. Bürgermeister Andreas Bänder (l.) und Stadtwehrleiter Andreas Haertel (r.) sind froh, dass die Neuanschaffung möglich war.
Mit Stefan Michalk und Uli Dutsch (Mitte vorn) haben die ersten beiden Kameraden aus den Reihen der Feuerwehren von Bad Muskau ihre neue Einsatzkleidung angezogen. Bürgermeister Andreas Bänder (l.) und Stadtwehrleiter Andreas Haertel (r.) sind froh, dass die Neuanschaffung möglich war. FOTO: Regina Weiß