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| 18:12 Uhr

Bei Anruf Reporter
Sind Wasserstellen auf dem Friedhof ein Zumutung?

 An der Wasserstelle am Friedhof scheiden sich die Geister. Es gibt Nutzer, die finden, es dauert zu lange, bis eine Kanne voll ist.
An der Wasserstelle am Friedhof scheiden sich die Geister. Es gibt Nutzer, die finden, es dauert zu lange, bis eine Kanne voll ist. FOTO: Regina Weiß
Weißwasser. Stadt plant auf Anlage in Weißwasser neue Schöpfstellen. Sorgsamer Umgang mit Wasser eine Grundlage. Von Regina Weiß

Im Sommer brauchen auch die Pflanzen auf dem Friedhof mehr Nass an den Wurzeln, sollen sie nicht eingehen. Doch das Wasserfassen ist laut Helmut Gröscho aus Weißwasser eine Zumutung. Ihm dauere es viel zu lange, bis seine Zehn-Liter-Kanne voll sei. Früher bei den Schöpfbecken sei das bedeutend besser gewesen. Gröscho findet, dass die Stadt handeln sollte. „Wir bezahlen ja jede Menge Friedhofsgebühren, da kann die Stadt auch mal was tun“, sagt er am Reporter-Telefon.

Die Stadt erklärt auf Nachfrage der RUNDSCHAU dazu, dass die so genannten Selbstflussanlagen, die vor Jahren an den Wasserentnahmestellen auf dem Friedhof angebracht wurden, verhindern, dass ständig Wasser läuft. Sie sind so eingestellt, dass genau eine Steckvase volllaufen kann. Bei einer Gießkanne sei es natürlich erforderlich, diese Anlage mehrmals zu bedienen. Hintergrund dieser Bauweise ist, dass der sorgsame Umgang mit Wasser, gerade auch in großen Hitzeperioden, gewährleistet ist. Somit bestehe nicht mehr die Möglichkeit – wie in den vergangenen Jahren immer wieder festgestellt – dass Wasser einfachen laufen zu lassen oder zu vergessen, die Wasserstelle abzudrehen. Hier bittet die Stadt die Einwohner um Einsicht dieser Maßnahme, heißt es aus dem Rathaus.

Wie die Stadtverwaltung ferner erklärt, sind im Haushaltsansatz mehrere Schöpfstellen auf dem Gelände des Friedhofs geplant. Dort bietet es sich dann an, die Gießkanne schneller zu füllen. Vorgesehen ist hier vor allem für Rollstuhlfahrer ein barrierefreies Heranfahren. Mit dem Bau dieser neuen Anlagen kann jedoch erst begonnen werden, wenn die Bestätigung des Doppel-Haushaltes 2019/2020 durch den Kreis erfolgt.

Übrigens stehen die Armaturen nicht bei allen in der Kritik. Besucher des Friedhofes erklärten der RUNDSCHAU vor Ort, dass man sich nur ein bisschen in Geduld üben muss, dann sei eine Gießkanne voll.