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Silko Hoffmann verlässt Fraktion

Weißwasser. Silko Hoffmann wird ab sofort nicht mehr als Stadtrat für die Wählervereinigung Wir für Hier auftreten. Künftig werde er als "freier Kandidat" an den Sitzungen teilnehmen. red/dh

Er begründet diesen Schritt mit der Ankündigung der beiden Weißwasseraner Wählervereinigungen Wir für Hier und Klartext, zum 1. Januar 2018 fusionieren zu wollen.

Von diesem Vorhaben, so Hoffmann, der im Jahr 2014 für Wir für Hier angetreten war, habe er von der Lausitzer Rundschau erfahren. "Diese Entscheidung und auch der Weg der Information haben mich fassungslos gemacht", so der Stadtrat in einer Pressemitteilung. "Zu einem respektvollen Umgang gehört es, miteinander zu reden. Das ist hier nicht geschehen. Als Stadtrat von Wir für Hier wurde ich zu keinem Zeitpunkt darüber informiert, dass der Vorstand von Wir für Hier Fusionspläne mit Klartext hat." Wäre dies geschehen, hätte er schon eher Konsequenzen gezogen.

Besonders enttäuscht sie er von seinem Stadtratskollegen Hartmut Schirrock, der zu diesem Thema nie mit ihm kommuniziert habe. "Die letzte und einzige Information, die ich erhielt, war, dass die Wählervereinigung Wir für Hier den amtierenden Oberbürgermeister unterstützen möchte. Dies habe ich akzeptiert, aber gleichzeitig mitgeteilt, dass ich diese Entscheidung nicht mittrage."

Die geplante Fusion sei für ihn nicht nachvollziehbar, so Hoffmann weiter, "weil der Wähler 2014 seine Stimme auch unserer Wählervereinigung gegeben hat. Ich bin mir sicher, dass das Ergebnis nicht so positiv ausgefallen wäre, wenn die Fusion im Wahlprogramm gestanden hätte. Ich distanziere mich auch in aller Deutlichkeit davon."

Als besonders bedauerlich empfinde er die Äußerung von Schirrock: "Ich sehe es nicht als so schlimm an, wenn sich ein Mitglied anders entscheidet." Hoffmann: "Ich hatte immer gedacht, dass jeder Einzelne in unserem Miteinander wichtig ist." Er habe seinen Wählern versprochen, für Wir für Hier und nicht als Klartext-Stadtrat zu agieren. "Dieses Versprechen werde ich nicht brechen", so Silko Hoffmann.