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Siegreiche, aber glanzlose Generalprobe

Testspiel. Zum letzten Test für die startende Rückrunde in der Bezirksliga haben die Parkstädter auf den Trebendorfer Kunstrasen den souveränen Tabellenführer der Kreisoberliga Meißen, den FV Gröditz 1911, besiegt. Holger Zimpel/hgz1

Der Bezirksliga-Aufstieg ist das erklärte Saisonziel der Gröditzer, das ihnen wohl kaum noch zu nehmen ist. Auch in der Saisonvorbereitung erzielte der Kreisoberligist gegen höherklassige Gegner beachtliche Ergebnisse. So wurde der Bad Muskauer Staffelvertreter, der Dresdner SC, mit 1:0 auf dessen Platzanlage besiegt. Erst vergangene Woche gab es einen haushohen 7:1-Kantersieg beim Bezirksliga-Vertreter der Staffel Mitte, dem SV Bannewitz. Die spielstarken Gröditzer waren auch der richtige Testpartner, der der Pücklerelf einiges bei deren 4:2-Sieg abverlangte.

Sand im Getriebe

Anfangs sah es nach einer klaren Angelegenheit für die Bad Muskauer aus, denn durch Tore von Sebastian Kölzow (4.) und Robert Gläsel (7.) führten die Rot-Weißen schnell mit 2:0 Toren. Spätestens, als Lukasz Machinka im Duett mit Mateusz Zebrowski das sichere 3:0 nach einer Viertelstunde vergeben hatte, war plötzlich Sand im Getriebe der Parkstädter. Im Gegenzug setzten die Gäste durch einen Pfostenschuss das erste Achtungszeichen. Eine weitere gute Aktion der Gröditzer folgte keine Minute später. Einen Freistoß von Sebastian Schenk lenkte der Gröditzer Torwart in der 21. Minute gedankenschnell zur Ecke. Als dann Lukasz Machinka erneut frei durchmarschierte und nicht selbst den Abschluss suchte, stand der mitgelaufende Landsmann Mateusz Zebrowski bei der Torerzielung im Abseits.

Postwendend fingen sich dann die Rot-Weißen den 2:1-Anschlußtreffer durch ein Freistoßtor des Gröditzers Martin Bächler. Wie aber dabei die Bad Muskauer Mauer stand, war mehr als einladend für eine Resultatsverkürzung.

Eine Minute später war der Zwei-Tore-Vorsprung endgültig dahin, denn der Torschütze zum Gröditzer Anschlusstrefffer fackelte bei einem Bad Muskauer Fehlabspiel nicht lange und überwandt den Rot-Weiß-Schlussmann aus gut zwanzig Meter Torentfernung zum 2:2-Halbzeitstand in der 32. Minute.

Bad Muskaus Trainer André Brückner gefiel die Vorpausenleistung seiner Schützlinge überhaupt nicht. Er fand mahnende Worte und nahm einige Umstellungen sowie Auswechslungen bei seinem Team vor. Dies schien zunächst zu fruchten, denn fünf Minuten nach Wiederbeginn lag die Pücklerelf durch Benny Peschk im zweiten Zupacken wieder mit 3:2 vorn. In der 60. Minute erzielte Robert Gläsel seinen zweiten Tagestreffer zum 4:2. Axel Buder brachte einen Gastgeberfreistoß in den Gröditzer Strafraum, wo der Bad Muskauer Kapitän mit sehenswertem Kopfball zum erneuten Zwei-Tore-Vorsprung traf.

Drehen an Stellschrauben

Den brachte der Bezirksligist am Ende ohne weitere Glanzlichter auch ins Ziel. Der Gröditzer Einwechsler mit der Rückennummer zehn (Steffen Hoffmann) hatte noch zwei ganz starke Aktionen in der 80. und 89. Minute zur Resultatsverkürzung. Für Trainer Brückner bleibt noch eine Woche Zeit, um mit seinem Team an einigen Stellschrauben zu drehen. Auch den Tabellenletzten, die Postgermanen aus Bautzen, schlägt man zum Rückrundenstart nicht im Vorbeigehen. Da kann man sich einige Unzulänglichkeiten, wie im letzten Test gegen die spielstarken Gröditzer, schon gar nicht erlauben, möchte man keine böse Überraschung im heimischen Parkstadion an der Neiße erleben.

Bad Muskau: Woithe, Kosman, Spraski, Kasperczak, Meyer, Buder, Machinka, Schenk, Zebrowski, Kahlig, Peschk, Kliemt, Gläsel, Kölzow