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| 16:44 Uhr

Tourismus
Siegemunds Idee: ein Turm auf dem Drachenberg

Jürgen Siegemund will mit seiner Aktion die Öffentlichkeit aufrütteln. Sein Standpunkt: Was Brandenburg und Polen können, müsste auch im sächsischen Teil des Muskauer Faltenbogens möglich sein.
Jürgen Siegemund will mit seiner Aktion die Öffentlichkeit aufrütteln. Sein Standpunkt: Was Brandenburg und Polen können, müsste auch im sächsischen Teil des Muskauer Faltenbogens möglich sein. FOTO: Ingolf Tschätsch
KRAUSCHWITZ/WEISSWASSER. Der Gablenzer Geoparkführer Jürgen Siegemund findet, dass im sächsischen Teil des Muskauer Faltenbogens mehr passieren müsse. Er hat eine kühne Vision und fordert die Öffentlichkeit zum Reagieren auf. Von Ingolf Tschätsch

Geoparkführer Jürgen Siegemund aus Gablenz hat eine Vision. Mehr noch. Es ist gleichzeitig eine Aufforderung an die Öffentlichkeit - speziell an die Kommunalpolitik - sich dieser Sache anzunehmen, die ihm sehr am Herzen liegt. Schon längere Zeit hadert der Gablenzer damit, dass seiner Meinung nach im sächsischen Teil des zum Geopark gehörenden Muskauer Faltenbogens zu wenig passiere, wie er sagt. So hatte Siegemund beispielsweise schon bei einer früheren Wanderung zur ehemaligen Braunkohlengrube Babina bei Leknica die vorbildliche Arbeit gelobt, die von den Polen dort bei der touristischen Erschließung des Faltenbogens geleistet worden sei. Im Gegensatz dazu würde die sächsische Region noch Nachholbedarf haben, so sein Standpunkt.

Jetzt hat Jürgen Siegemund dem Thema neue Nahrung gegeben. Dazu nutzte er die kürzliche Einweihung von drei Informationstafeln bei einer Wanderung auf dem Geoerlebnispfad „Drachenberge“ im Eiszeitdorf Krauschwitz (die RUNDSCHAU berichtete). Vor Beginn der Tour brachte der Gablenzer an einem Baum auf dem Parkplatz des Krauschwitzer Gasthauses „Zur Linde“, wo die Wanderung startete,   Text und Fotos in der Art eines Plakates an. Siegemund verweist darauf, dass Brandenburg den Felixsee-Turm und Polen den Babina-Turm hat. Und fragt sich sogleich, was Sachsen hier zu bieten hat. Seine Antwort  – drei Fragezeichen. Hier nun kommt die eingangs erwähnte Vision ins Spiel. Der Vorschlag des Geoparkführers: ein Aussichtsturm auf dem Drachenberg als Krone der 163 Meter höchsten Erhebung im sächsischen Teil des Muskauer Faltenbogens. Warum soll das nur eine Vision bleiben? lautet die abschließende Frage.

Als bei der Wanderung auf dem Drachenberg die zweite Informationstafel enthüllt wurde,  wandte sich Jürgen Siegemund mit seinem Anliegen auch an die Teilnehmer der Tour. Der mitgelaufene Bürgermeister von Krauschwitz, Rüdiger Mönch (Freie Wähler), hob sogleich die Hände: Die Gemeinde habe für solch ein Projekt kein Geld. Bleibt abzuwarten, wie andere reagieren und ob die Vision von einem Aussichtsturm auf dem Drachenberg nur Wunschdenken bleibt.