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| 09:44 Uhr

Geldautomatensprenger
Lange nach Sprengung öffnet Bank in Mücka wieder

Mücka nach dem Anschlag im Oktober vergangenen Jahres.
Mücka nach dem Anschlag im Oktober vergangenen Jahres. FOTO: Danilo Dittrich
Mücka. Geldautomatensprenger könne bei ihren kriminellen Touren erheblichen Schaden anrichten. Dies Erfahrung musste auch die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien machen. Über sieben Monate hat es gedauert, die Schäden in Mücka zu beseitigen. Nun öffnet die Filiale wieder. Von Bodo Baumert

Sonntag, 15. Oktober 2017, kurz nach 6 Uhr: Die Anwohner am Marktplatz von Mücka (Landkreis Görlitz) werden durch eine Detonation aus dem Schlaf gerissen. Wieder haben die berüchtigten Geldautomatensprenger zugeschlagen.  Als die Polizei eintrifft, findet sie ein Bild der Verwüstung vor. „Unbekannte hatten offenbar Gas in den Geldautomaten gefüllt und so eine Explosion verursacht. Verletzt wurde niemand“, berichtet Martyna Fleischmann vom Führungs- und Lagezentrum in Görlitz.

Geld erbeuten die Täter nicht, verursachen aber einen enormen Schaden.  „Die Beschädigungen an Gebäude und Technik sind so erheblich, dass die Filiale bis auf Weiteres geschlossen bleibt“, sagt Pressesprecherin Kirsten Müller damals.

Bis auf Weiteres – das heißt in diesem Fall: sehr lange.

Montag, 2. Juli 2018: An diesem Tag soll die Filiale in Mücka offiziell wieder eröffnet werden. Das hat die Sparkasse am Donnerstag mitgeteilt. „Die Mitarbeiter stehen dann innerhalb der neuen Servicezeiten zur Verfügung. Individuelle Beratungstermine können selbstverständlich auch außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden“, so  Pressesprecherin Bettina Richter-Kästner.  Der Geldautomat soll bereits ab dem 5. Juni wieder zur Verfügung stehen, allerdings nur bis jeweils 22 Uhr. Das ist eine der Vorsichtsmaßnahmen, die die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien nach den Vorfällen in Mücka und andernorts getroffen hat. Die Filiale in Mücka war nämlich bereits vor der verheerenden Explosion zweimal Ziel der Bankomatensprenger gewesen.

Dass die Arbeiten solange gedauert haben – über sieben Monate – begründet die Bank mit dem enormen Schaden. „Das Gebäude wurde nach starker Beschädigung wieder aufgebaut und saniert“, so Bettina Richter-Kästner.

In den vergangenen Wochen ist es ruhiger geworden um die Bankomatensprenger in der Lausitz. Ein Grund könnten die Ermittlungserfolge in Polen Anfang des Jahres sein. Zwei Banden wurden damals hochgenommen. Zudem wurde eine deutsch-polnische Ermittlungsgruppe eingesetzt, die weitere Spuren grenzüberschreitend verfolgen soll.

Geldautomat in Mücka gesprengt FOTO: Von: Danilo Dittrich