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Sicherer Impfschutz nur über den Tierarzt machbar

Görlitz. (red/br) Die Kaninchenseuche Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD), auch als Chinaseuche bekannt, ist derzeit für die Kaninchenzüchter im Landkreis Görlitz ein wichtiges Thema. Besonders die neue Variante des Virus RHDV-2 macht den Tierhaltern Sorgen, weil diese Variante derzeit verbreitet zu Erkrankungen und Todesfällen führt, informiert Kreissprecherin Marina Michel.

Ende vorigen Jahres ist ein erster RHDV-2-Impfstoff aus Spanien in Deutschland zugelassen worden, seit Mitte März ein weiterer Impfstoff aus Frankreich verfügbar.

Für Impfstoffe, die nicht in Deutschland zugelassen sind, kann der Tierarzt eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Die Tierärzte im Landkreis Görlitz sind durch das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt über die Verfahrensweise informiert.

In Deutschland dürfen Impfstoffe für Tiere ausschließlich von Tierärzten käuflich erworben und angewendet werden. Diese beraten auch umfassend zum richtigen Impfstoff und zum richtigen Impfschema. Ein wirksamer Impfschutz ist nur bei vollständiger und fachlich korrekter Anwendung erreichbar, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Wer auf privatem Weg Impfstoffe im europäischen Ausland erwirbt und diese nach Deutschland mitbringt oder einführt und hier ohne Genehmigung anwendet, verstößt gegen geltendes Recht.

Für weiterführende Informationen stehen die Mitarbeiter des Lebensmittelüberwachungsamtes unter der Telefon 03585 442780 oder per E-Mail an veterinaeramt@kreis-gr.de zur Verfügung.