Boxbergs Bürgermeister Roland Trunsch sprach nach der Beschlussrunde am Donnerstagabend von einem Meilenstein, denn man erreicht habe. Damit meinte er die B-Pläne in Klitten und Uhyst. „Klitten kann Sekt trinken, ich trinke Wasser“ , meinte Roland Trunsch mit Blick auf den B-Plan in Boxberg.

Druck auf enviaM machen
Der Amtschef ist nämlich der Meinung, dass Boxberg den Anschluss verpasst hat. Zwar stehe nach einem Gespräch mit privaten Grundstücksbesitzern ein städtebaulicher Vertrag zur Klärung von Geländefragen kurz bevor, doch nach wie vor ist das Problem Umspannwerk nicht geklärt. Das 110-kv-Umspannwerk ist zum einen nicht schön, zum anderen ist es für die Bauvorhaben (Campingplatz etc.) störend. Seit Monaten ringen Gemeindeverwaltung Boxberg und Zweckverband um eine Lösung. Der Abbau und die Umsetzung des Hauses würde 1,7 Millionen Euro kosten. „Bis dato beteiligt sich enviaM mit null Euro daran“ , muss Roland Trunsch einschätzen. Ein Verhandlungsstand, der weder ihm noch seinen (See-)Partnern schmeckt. „Wir müssen gemeinsam weiter Druck machen“ , so Trunsch.
Nachdem der Zweckverband am Donnerstag einstimmig die Abwägung zum Bebauungsplan Klitten-Jasua und den entsprechenden Satzungsbeschluss gefasst hatte, können die umfangreichen Planungsunterlagen zur Genehmigung beim Landratsamt eingereicht werden. Die Verbandsmitglieder sind sich einig, dass die Genehmigung folgen wird. Dies auch deshalb, weil im Vorfeld umfangreiche Abstimmungsrunden gelaufen seien. „Wir sollten uns bis zur nächsten Verbandsversammlung eine Strategie machen, wie es nun weitergeht“ , meinte Klittens Bürgermeister Norbert Krupper. Genau das hatte sein Amtskollege Trunsch auch gefordert. Schließlich haben alle weiteren Schritte einen „pekuniären Hintergrund“ .

50 Interessenten für Klitten
Wie Planer Dr. Rudolf Porzky zum Ausdruck brachte, gibt es bis dato rund 50 Interessenten für den Standort Klitten-Jasua. „Und es vergeht keine Woche, wo nicht Anrufe kommen, wo Leute nachfragen“ , konnte auch Peter Hopperdietzel, Leiter der Geschäftsstelle, bestätigen. 190 Grundstücke gibt es insgesamt. Das Bebauungsgebiet ist in fünf Abschnitte aufgeteilt. „Die innere Erschließung des gesamten Gebietes wird rund 5,3 Millionen Euro kosten. Das können wir abschnittsweise realisieren. Wir wollen auf alle Fälle die Grundstücke so erschließen, dass Straßen, Abwasser, Wasser gebaut sind und die Leitungen auf dem Grundstück anliegen“ , so Rudolf Porzky. Mit Blick auf die stattliche Summe meinte der Planer, dass dieses Geld bei der Vermarktung wieder reinkäme. Die konkrete Planung, die nun folgen müsse, könnte dann auch konkrete Kosten ermitteln helfen.

Zum Thema Bau des Hafens
 Hieß es noch vor einer Woche, der Bau des Hafens und der Anleger am Bärwalder See verzögere sich (die RUNDSCHAU berichtete), konnte Peter Hopperdietzel am Donnerstag positive Nachrichten verkünden. „Wir haben in dieser Woche in einer fünfstündigen Beratung bei der LMBV alles besprochen. Ich kann berichten, dass der Hafen in Klitten und die Anleger in Boxberg und Uhyst noch in diesem Jahr errichtet werden“ , so Hopperdietzel. Die Abnahme solle noch 2007 erfolgen. „Das ist wirklich eine positive Geschichte. Zwölf Wochen ist darum gerungen worden“ , so Hopperdietzel. Ungeklärte Statikfragen hatten zu dieser Verzögerung geführt.
Wie in der Sitzung ferner mitgeteilt wurde, werden Hafen und Anleger wegen Materialkosten-Steigerungen teurer. Der Zweckverband muss rund 66 000 Euro mehr ausgeben.