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Sechs Tuberkulosefälle 2015 im Landkreis Görlitz behandelt

Görlitz. Um Tuberkulose und die Brisanz dieser Erkrankung nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, bietet die Tuberkuloseberatung am 18. April in der Zeit von 14 bis 15 Uhr im Gesundheitsamt Görlitz, Reichertstraße 112, eine Fortbildung an. pm/ni

Die richtet sich sowohl an Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen als auch an sonstige Interessierte. Das Anmeldeformular ist auf der Internetseite des Landkreises zu finden unter gesundheit.landkreis.gr . Anmeldungen sollten bis zum 12. April erfolgen per Fax an 03681 663 2676.

Die Tuberkulose begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden als gefürchtete Krankheit. Auch mehr als 130 Jahre nach der Entdeckung von Tuberkulosebakterien durch Robert Koch und der Entwicklung von Antibiotika seit den 1940er-Jahren erkrankten weltweit geschätzte 9,6 Millionen Menschen. Rund 1,5 Millionen verstarben laut dem Robert-Koch-Institut - das sind etwa 4000 pro Tag.

Im vergangenen Jahr 2015 litten auch im Landkreis Görlitz sechs Personen an TBC. "Einer dieser Menschen verstarb an der Krankheit", berichtet Pressesprecherin Marina Michel.

Sie erklärt das Prozedere, wird eine Erkrankung entdeckt: Die Personen aus dem Umfeld des TBC-Patienten werden vorsorglich getestet, um eine Ansteckung auszuschließen. 2015 nahm das Gesundheitsamt 76 solcher Untersuchungen vor.

Kontaktpersonen und ebenso die geheilten Patienten werden noch mindestens zwei Jahre über die Tuberkuloseberatung im Kreis überwacht, so die Sprecherin.

In Deutschland wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine Umkehr des bislang rückläufigen Tuberkulosetrends registriert. So erkrankten 2014 insgesamt 4488 Menschen an Tuberkulose. Das sind 3,9 Prozent mehr als 2013. 97 Erkrankte starben. 2015 erkrankten sogar insgesamt 5864 Menschen an Tuberkulose. Trotzdem ist Deutschland damit immer noch eines der Länder mit den niedrigsten Erkrankungszahlen weltweit.