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| 09:22 Uhr

B 156
Polizei sucht Zeugen für Unfall auf B 156 bei Nochten

Schwerer Verkehrsunfall auf B156 bei Nochten FOTO:
Nochten . Eine 74 Jahre alte Frau ist das dritte Todesopfer des Frontalzusammenstoßes am Dienstag.

Der schwere Unfall auf der B 156 am Dienstagnachmittag gibt der Polizei Rätsel auf. Rund 500 Meter vor dem Abzweig nach Nochten aus Richtung Weißwasser waren auf gerader Strecke zwei Pkw zusammengestoßen. Sechs Insassen waren in den Unfall verwickelt. Zwei von ihnen, ein 75 und 66 Jahre alter  Mann, verstarben noch an der Unfallstelle. Wie die Polizeidirektion Görlitz am Mittwoch auf RUNDSCHAU-Anfrage informierte, hat sich die Zahl der Todesopfer auf drei erhöht. Eine 74 Jahre alte Frau erlag ihren schweren Verletzungen. Sie saß als Beifahrerin in dem Auto mit dem Kamenzer Kennzeichen. 

Die Besatzungen von vier Rettungswagen, drei Rettungshubschraubern und einem zusätzlichen Notarzt kümmerten sich um die medizinische Versorgung der Verletzten. Die freiwilligen Wehren aus Kringelsdorf, Nochten, Bärwalde, Reichwalde, Boxberg, Klitten und Weißwasser sowie die Werkfeuerwehr des nahen Kraftwerks waren mit rund 50 Kameraden vor Ort im Einsatz. „Sie retteten die Fahrzeuginsassen, bargen den Leichnam des vor Ort verstorbenen Fahrers und unterstützten bei der Bergung der Pkw“, berichtet Thomas Knaup.

Die Bundesstraße blieb zur Unfallaufnahme und Bergung bis in die Abendstunden voll gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr um. Ein zusätzlicher Gutachter führte vor Ort seine Untersuchungen zur beweissicheren Dokumentation durch.

Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen zum Hergang der Kollision aufgenommen und sucht Zeugen. Die Straße war auf dem betroffenen Streckenabschnitt am Dienstag gegen 14.50 Uhr rege befahren. Wahrscheinlich haben andere Verkehrsteilnehmer den Unfall gesehen oder können Angaben zur Fahrweise der beiden Autos machen, teilt Pressesprecher Thomas Knaup mit. Auf diese Informationen sind die Ermittler nun dringend angewiesen, um den Sachverhalt aufklären zu können. Hinweise nimmt der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion unter der Rufnummer 03591 3670 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Bis Dienstagabend war nicht geklärt, wie der Unfall geschehen konnte. Beide Pkw waren sich auf der gut ausgebauten Bundesstraße entgegengekommen und mit der jeweils linken Fahrzeugfront miteinander kollidiert. Bei Eintreffen der Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte konnte keiner der Unfallbeteiligten zur Sache befragt werden. Ihre medizinische Versorgung hatte Vorrang.

(gro/rw)