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Schwerer Unfall mit 14 Verletzten zwischen Boxberg und Weißwasser

Einen schweren Unfall hat es am Sonntagmorgen auf der B 156 bei Weißwasser gegeben. Fünf Fahrzeuge waren beteiligt, 14 Personen wurden verletzt.
Einen schweren Unfall hat es am Sonntagmorgen auf der B 156 bei Weißwasser gegeben. Fünf Fahrzeuge waren beteiligt, 14 Personen wurden verletzt. FOTO: Jens Kaczmarek
Update Weißwasser. Schwerer Unfall auf der B 156 bei Weißwasser: Fünf Autos sind beteiligt, 14 Personen werden verletzt, vier davon schwer, wie die Polizei nach Untersuchungen am Montagmorgen bestätigte bob/oht/ani

Autotrümmer über 300 Meter auf der Bundesstraße bei Weißwasser verteilt, zeitweise Vollsperrung der B 156: Dort sind am Sonntagmorgen fünf Autos, darunter ein Ford-Kleinbus mit einer Rentner-Reisegruppe, in einen Unfall verwickelt worden. Dabei wurden nach Polizei Angaben 14 Menschen verletzt, zwei davon schwer. "Die Situation ist schwierig", sagte Michael Günzel von der Polizei in Görlitz zu LR-Online.

Bei dem Massenunfall erlitten zehn Menschen leichtere Verletzungen, darunter auch vier Kinder im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren. Zwei Rentnerinnen (75 und 83 Jahre alt) an Bord des Kleinbusses wurden schwer verletzt. Zwei Rettungshubschrauber flogen die verletzten älteren Frauen in Krankenhäuser. Rettungswagen brachten die anderen Verletzten in verschiedene Kliniken. Nach den Untersuchungen in den umliegenden Krankenhäusern wurden zwei weitere Verunfallte als schwer verletzt eingestuft, wie die Polizei am Montagmorgen bestätigte.

Die Polizei beschreibt den Unfallhergang am Sonntagnachmittag und ersten Ermittlungen wie folgt: Ein 77-jähriger Autofahrer habe am Abzweig nach Nochten (Kreis Görlitz) mit seinem Honda nach links abbiegen wollen. Dann seien ein 31-Jähriger mit seinem BMW, ein 59-Jähriger Renault-Fahrer sowie ein VW-Fahrer (45) nacheinander auf den Honda aufgefahren.

Gleichzeitig habe im Gegenverkehr der 60-jährige Fahrer eines Kleinbusses die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, sei mit den anderen Autos kollidiert. Der Kleinbus mit Insassen einer Rentner-Reisegruppe an Bord überschlug sich auf der Straße und blieb mit der Beifahrerseite nach unten und mit gebrochener Achse liegen.

Im Einsatz waren Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Klitten und Uhyst bauten ein Zelt für die Erstversorgung der Verletzten auf. Abschleppwagen nahmen die vier beteiligten Autos und den Kleinbus an den Haken. Sämtliche beteiligte Fahrzeuge seien stark demoliert worden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Schadenshöhe stand laut Polizei am Sonntagnachmittag noch nicht fest. Ein Sachverständiger unterstütze die Polizei bei der Sicherung aufgefundener Spuren am Unfallort. Der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion Görlitz habe die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.