Der rund 128 Kilometer lange Wildzaun, der die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest verhindern soll, ist fertiggestellt. Darüber informiert der Freistaat. Die Bbarriere ist eine von verschiedenen ASP-Präventionsmaßnahmen. des Freistaates. Diese hat 250 000 Euro gekostet. Aufgabe der Barriere ist es, durch optische und tatsächliche Reize Wildschweine in ihrem natürlichen Wanderungsverhalten zu beeinflussen. Die Wildschweine nehmen die Duftkomponenten zusammen mit dem Strom und dem Flatterband als Störfaktor wahr, so dass sie in ihren natürlichen Wanderungsbewegungen geleitet werden. So wurden an verschiedenen Stellen bestehende Spundwände, Gehegeeinzäunungen, der Zaun des Fürst-Pückler-Parkes Bad Muskau, die Flughafenabsperrungen, Industriegeländeeinzäunungen und nicht zuletzt auch die Bundesautobahn 4 für die Barriere genutzt.

Mit Hilfe und Unterstützung durch Teams der Ortsverbände Bautzen, Görlitz, Zittau und Riesa des Technischen Hilfswerks (THW) sowie den Mitarbeitern des Landkreises Görlitz ist der Schwarzwild-zaun errichtet worden. Dieser, so betont das Landratsamt, sei nicht als dauerhafte Lösung über Jahre anzusehen. Zur Beurteilung der tatsächlichen Effektivität der Wildschweinbarriere werde man die weiteren Erfahrungswerte abwarten müssen. Die Kräfte vor Ort berichten von abnehmenden Schäden durch Wildwechsel und von einer Häufung von Wühlspuren östlich der Barriere. Die zuständige Ministerin Petra Köpping (SPD) erklärt, „es ist für den Freistaat Sachsen und besonders für die Landwirte enorm wichtig, dass wir jede Maßnahme ergreifen, um den Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest zu erhöhen.“