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| 12:40 Uhr

Polizeibericht
Schwarzarbeiter auf dem Nachhauseweg erwischt

Görlitz. Die Bundespolizei hat am Mittwoch gleich sechs mutmaßliche Schwarzarbeiter auf dem Autobahnrastplatz An der Neiße gestellt.

(red/br) Drei mutmaßliche Schwarzarbeiter aus der Ukraine sind Mittwoch auf dem Nachhauseweg von der Bundespolizei angehalten worden. Die Männer im Alter von 31, 35 und 36 Jahren saßen in einem ukrainischen Kleintransporter, als sie auf dem Autobahnrastplatz An der Neiße kontrolliert wurden. Bei der Durchsuchung des Transporters

wurden zunächst Werkzeugmaschinen und Arbeitskleidung entdeckt. Die darüber hinaus gefundenen schriftlichen Unterlagen bestätigten später den Verdacht, wonach die drei in Frankfurt am Main, in Köln und in Düsseldorf ohne Genehmigung gearbeitet hatten. Der Verstoß gegen sozialrechtliche Vorschriften führte letztlich zur Aberkennung ihres Reiserechts, teilt die Bundespolizei. Mithin hatten sich die Ukrainer unerlaubt in Deutschland aufgehalten und kassierten deshalb Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz. Zu Beweiszwecken stellten die Bundespolizisten die Mobiltelefone der Verdächtigen fest und verständigten anschließend die zuständige Ausländerbehörde.

Gut zwölf Stunden später stellte die Bundespolizei ebenfalls auf diesem Parkplatz drei Staatenlose aus Lettland fest, die nach Duisburg wollten. Sie sollten dort in Jobs vermittelt werden. Die Arbeitssuchenden waren im Besitz lettischer Fremdenpässe, mit denen sie allerdings ausschließlich zu touristischen Zwecken hätten einreisen dürfen. Damit war auch für sie das Reiserecht tabu. Nach Anordnung einer zweijährigen Wiedereinreisesperre und entsprechenden Anzeigen erfolgte die Zurückschiebung nach Polen.