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Lebensrettung mal anders
Polizist rettet notgelandeten Schwan auf der A 4

Streifenpolizist und Hobby-Ornithologe Polizeihauptmeister Lutz Fankhänel (58) hat den Schwan auf der A4 retten und vorübergehend in seine Obhut nehmen können.
Streifenpolizist und Hobby-Ornithologe Polizeihauptmeister Lutz Fankhänel (58) hat den Schwan auf der A4 retten und vorübergehend in seine Obhut nehmen können. FOTO: Polizei
Görlitz. Ein Schwan hat sich am Mittwoch auf der A 4 Görlitz Richtung Dresden zwischen den Anschlussstellen Ohorn und Burkau verirrt. Eine abenteuerliche Rettungsaktion wurde eingeleitet. Von Rüdiger Hofmann

Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilt, landete der Schwan am Mittwochvormittag auf der Überholspur der A4 in Richtung Dresden und watschelte vor sich her. Eine Streife, die in der Nähe unterwegs war, kam dem Tier sofort zur Hilfe. Ein nachfolgender Pkw- sowie Lkw-Fahrer erkannten die Situation rechtzeitig, sperrten mit Warnblinkanlage die Fahrbahn und unterstützten die Fangaktion der Polizei. Dennoch versuchte der Schwan eine Flucht zwischen die Mittelleitplanken. Nach einer kurzen Verfolgung konnte er vorläufig festgenommen werden, teilt die Pressestelle mit. Der erfahrene Streifenpolizist und Hobby-Ornithologe Polizeihauptmeister Lutz Fankhänel (58) hielt das Tier fest und brachte es mit dem Streifenwagen zum Oberteich beim Schloss in Rammenau, wo der Schwan wieder seine Freiheit erlangte.

Wenn Schwanenfamilien ihre Jungen großziehen und diese im Herbst flügge werden, kommt es häufig vor, dass sie Starts und Landungen üben, aber noch nicht weit fliegen können, so die Polizei. Aus diesem Grunde verirren sich die Schwäne auch mal auf die Autobahn, landen dort und kommen nicht mehr schnell genug weg. Oftmals werden die Tiere dann von herannahenden Autofahrern nicht schnell genug bemerkt und überfahren. Der sterbende Schwan auf der A4 konnte aber glücklicherweise verhindert werden.