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| 14:11 Uhr

Juniorranger
Schwalbenschwanz am Eisenberg beobachtet

Auf der Wiese am Eisenberg zeigen den Juniorrangern der Ranger im Biosphärenreservat Maik Rogel (3.v.r.) und Silke Hentschel (2.v.l.) Gruppenleiterin und Mitarbeiterin der Naturschutzstation Östliche Oberlausitz, die Vielfalt der Pflanzen und Tiere, die sich nach Gesteinsabbau und Rodung entwickelt haben.
Auf der Wiese am Eisenberg zeigen den Juniorrangern der Ranger im Biosphärenreservat Maik Rogel (3.v.r.) und Silke Hentschel (2.v.l.) Gruppenleiterin und Mitarbeiterin der Naturschutzstation Östliche Oberlausitz, die Vielfalt der Pflanzen und Tiere, die sich nach Gesteinsabbau und Rodung entwickelt haben. FOTO: Bernhard Donke
Görlitz/Bautzen . Die Juniorrangergruppe des Naturparks Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft geht dienstags auf Erkundung.

Am Eisenberg, unweit der Grenze zwischen den Kreisen Görlitz und Bautzen, sind vor einigen Tagen Juniorranger auf Erkundungstour. Auf dem Berg, dessen Steinbruch bis Ende des 19. Jahrhunderts Bruchsteine für den Hausbau der Bewohner rings um ihn lieferte, suchten die jungen Leute seltene Tiere und Pflanzen.

„Nachdem hier kein Bruchstein mehr abgebaut wurde, wurde die Fläche mit Kiefern bepflanzt. Diese wurden vor einigen Jahren gerodet. Das gab der Natur die Chance, diese Fläche wieder zur Wiese werden zu lassen. Aufgrund der Südhanglage und des trockenen Bodens vulkanischen Ursprungs entwickelte sich seitdem eine sehr artenreiche Pflanzen- und Tierwelt“, sagt Maik Rogel. Der erfahrene Ranger im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist gemeinsam mit der Gruppenleiterin der Juniorranger und Mitarbeiterin der Naturschutzstation Östliche Oberlausitz, Silke Hentschel, auf der Hangwiese, um eben nach den seltenen Pflanzen und Tieren zu schauen.

Die neun jungen Ranger, unter denen sich erstmals Paul Bendrich befindet, hatten an diesem Dienstagnachmittag viel Glück, denn sie konnten einen sehr seltenen Schwalbenschwanz beobachten. „Das ist eine Schmetterlingsart, die es heute leider nur noch sehr selten gibt. Der Schwalbenschwanz zählt zu den schönsten europäischen Schmetterlingen. Er lebt auf blütenreichen Wiesen wie hier und auf Trockenrasen, aber vielleicht auch bei euch zu Hause im Garten zwischen den Beeten von Möhren und Fenchel oder in Fliederbüschen“, erzählt der Ranger.

„Solche Erlebnisse, wie heute die Begegnung mit einen Schwalbenschwanz, sind es, mit denen wir versuchen, die Jugendlichen zu begeistern.Wir möchten sie so zur Heimatliebe erziehen, ihnen die Grundkenntnisse im Naturschutz vermitteln und hier insbesondere für die Natur im Biosphärenreservat“, sagt Silke Hentschel.

 Maik Rogel ergänzt:„Wir Ranger würden uns freuen, wenn eines Tages einer der heutigen Juniorranger in unsere Fußstapfen treten oder ehrenamtlich im Naturschutz tätig würde. Das wäre ein Zeichen, dass unsere Arbeit mit den Jugendlichen nicht umsonst gewesen ist.“

Nach der weiteren Beobachtung des seltenen Schmetterlings suchten die Jugendlichen mit ihren Betreuern auf der Wiese am Hang des Eisenbergs nach anderen Tieren und Pflanzen. Ganz nebenbei vermittelten Rogel und Hentschel Naturschutzwissen zum Biosphärenreservat. „Ich denke, das ist wichtig, denn die Jugendlichen sollen ja dieses Wissen an Freunde und Familienmitglieder weiter vermitteln. Dabei lernen sie auch, Eigenverantwortung zu tragen im Naturschutz, wenn sie mit der Klasse oder in Familie unterwegs im Biosphärenreservat und in der Natur sind“, sagt Silke Hentschel.

(bdo)