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| 01:29 Uhr

Schulstandort wird attraktiver

Weißwasser. Viele Eltern haben gestern gemeinsam mit ihren Kindern den Tag der offenen Tür an der Mittelschule Bruno-Bürgel in Weißwasser genutzt, um sich einen Überblick über die Angebote der Schule zu verschaffen. Von Angelika Brinkop

Angela Grafe ist mit vielen Fragen auf dem Herzen in die Schule gekommen. "Unser Sohn Tobias hat die Bildungsempfehlung für das Gymnasium bekommen, aber ich glaube, es fehlt ihm noch an der Selbstständigkeit beim Lernen", sagt sie. Der Weißkeißelerin fällt es schwer, die richtige Entscheidung für ihren Sohn zu treffen. "Ich bin erst einmal ein bisschen beruhigt, dass ihm auch später noch verschiedene Wege zum Abitur offenstehen", sagt sie. Generell findet Angela Grafe, dass die Entscheidung über den künftigen Bildungsweg sehr zeitig getroffen werden muss. Von der Mittelschule hat sie nach einem Rundgang einen sehr guten Eindruck. "Ich bin angenehm überrascht, dass hier alles sehr ordentlich ist, obwohl die Schule so groß ist", sagt sie. 370 Schüler lernen gegenwärtig an der Bruno-Bürgel-Mittelschule. "Wir haben im Moment die sehr angenehme Situation, dass die Klassenstärken im Durchschnitt 18 bis 24 Schüler betragen", sagt Schulleiter Dirk Nieter. Er rechnet damit, dass im neuen Schuljahr zwei bis drei neue Klassen aufgemacht werden. Der Schulleiter ist froh, dass der Standort deutlich an Attraktivität gewonnen hat. Im Frühjahr konnte der Außensportbereich eingeweiht werden und mit dem neuen Schuljahr wird voraussichtlich die Drei-Felder-Halle in Betrieb genommen. Auf die neue Sporthalle freut sich auch Sportlehrer Wolfgang Lehmann. "Ich fotografiere jede Woche den Baufortschritt und dokumentiere alles", erzählt er. Mit der neuen Halle werden auch Ganztagsangebote im sportlichen Bereich einen besseren Rahmen haben. So können die Schüler am Nachmittag Volleyball oder Floorball (Uni-Hockey) spielen. Außerdem gibt es auch eine Mädchen-Fußballmannschaft.Die Förderung von Schülern mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) spielt an der Bruno-Bürgel-Schule schon seit vielen Jahren eine große Rolle. "Die betroffenen Schüler haben pro Woche zwei zusätzliche Förderstunden, die in den Stundenplan integriert sind", sagt Lehrerin Gabriela Fischer, die einen extra Abschluss als Diagnostikerin und Förderlehrerin hat. 63 Schüler mit einer LRS-Diagnose lernen gegenwärtig an der Bruno-Bürgel-Schule. "Die Kinder werden auf spielerische Weise gefördert und erlernen Techniken, um mit ihrer Schwäche im Alltag klar zu kommen", sagt Gabriela Fischer. Die Förderung erfolge speziell in den Fächern Deutsch und Englisch, aber auch in allen anderen Fächern werde auf diese Kinder Rücksicht genommen. "Wir haben außerdem angefangen, Schüler mit einer Rechenschwäche gesondert zu fördern. Das ist zwar keine anerkannte Teilleistungsschwäche, aber wir nehmen diese Förderung als freiwillige Aufgabe wahr", so der Schulleiter.