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| 17:00 Uhr

Apfelsorten selbst bestimmt
Besucher bestimmen beim Apfeltag ihre Sorten selbst

Das Angebot zur Selbstbestimmung mitgebrachter Äpfel anhand 50 verschiedener Sorten haben Besucher des Apfeltags im Biosphärenreservat gut angenommen.
Das Angebot zur Selbstbestimmung mitgebrachter Äpfel anhand 50 verschiedener Sorten haben Besucher des Apfeltags im Biosphärenreservat gut angenommen. FOTO: Bernhard Donke
Wartha. Schulpfarrer stellt in der Naturschutzstation in Wartha zwölf Apfelsorten vor. Von Bernhard Donke

Beim Apfeltag im Biosphärenreservat konnten Besucher mehr als 60 Apfelsorten entdecken und kennenlernen. Die Naturschutzstation Östliche Oberlausitz hatte zur Veranstaltung auf den Hof der Biosphärenreservatsleitung Apfelbauern und Apfelinteressierte eingeladen.

Der gut einstündige Vortrag zu zwölf Apfelsorten aus der Region von Baumschulgärtner Christoph Schuster, der in Cannewitz eine Apfelscheune mit etwa 200 Apfelbäumen als Nebenerwerb betreibt, war gut besucht. Hauptberuflich ist Schuster Schulpfarrer in einem Gymnasium in Buxtehude. Er beantwortete alle Fragen und bestimmte auch die von Bürgern mitgebrachten Äpfel nach Sorten.

Die Baumschule Schwartz aus Löbau war mit einer Ausstellung von 50 Apfelsorten präsent. Anhand derer konnten Besucher mitgebrachte Äpfel selbst bestimmen. Wer sich seines Ergebnisses nicht ganz sicher war, konnte auf Hilfe von Silke Hentschel von der Naturschutzstation zurückgreifen. Dieses Angebot wurde sehr rege angenommen, so auch von Heiko Müller aus Bautzen: „Ich habe Bäume noch von meinen Großeltern, wo ich nicht 100-prozentig weiß, welche Sorten darauf wachsen. Bei dieser Veranstaltung nun hab ich mir Gewissheit verschaffen können.“

Nicht genutzt hatten Apfeltag-Besucher das vormittägliche Angebot, mitgebrachte Äpfel in einer mobilen Saftpresse verarbeiten zu lassen. Im Gegensatz dazu hatte die mobile Saftpresse vom Oberlausitzer Saftquell aus Oderwitz in der letzten Septemberwoche in der Naturschutzstation sehr gut zu tun gehabt. Dort waren außer zwei Tonnen Falläpfeln, die Mitarbeiter der Naturschutzstation aufgesammelt hatten, auch viele von Bürgern gespendete Äpfel zu pressen, der Saft zu pasteurisieren und in Zehn-Liter-Verpackungen abzufüllen. Diese werden in der Naturschutzstation fachgerecht aufbewahrt. Der Saft soll Kindern und Jugendlichen, die an Projekten, Arbeitsgemeinschaften und Ferienveranstaltungen teilnehmen, als Erfrischung angeboten werden, erklärt Annett Hertweck, Leiterin der Naturschutzstation. Der Trester werde Jagdpächtern zur Wildfütterung übergeben.