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Schulkomplex-Bau kann am 1. Februar starten

Schleife. Wenn der Winter es zulässt, könne am 1. Februar mit dem Bau des neuen Schulkomplexes in Schleife begonnen werden. Gabi Nitsche

Die Anlaufberatung dafür ist am 25. Januar vorgesehen, informierte Bauamtsleiter Steffen Seidlich Dienstagabend die Gemeinderäte.

Für knapp 300 000 Euro brutto hatten diese den Auftrag für die Erschließungsarbeiten an die StB See vergeben. Zehn Firmen wollten den Auftrag erhalten. Die Nieskyer Firma hat bereits Erfahrungen in Schleife beim Bau des Kreisverkehrs am Gewerbegebiet und nahe künftigem Schulbau gesammelt.

Mit den elektrischen Arbeiten, zusammengefasst im Los Trafo, betrauen die Schleifer ebenfalls nach einstimmigem Beschluss die Baufirma Helmut Mathes KG aus Bautzen. Kostenumfang dieser Arbeiten: rund 78 300 Euro brutto.

In einer Beratung gestern sollte der Gemeindeverwaltung die Ausführungsplanung für den Schulbau vorgestellt werden. Das sei im Beisein von Fachleuten der Weißwasseraner Stadtwerke und der Firma LUG Cottbus vorgesehen, weil es auch um Schnittstellen der Grunderschließung gehe, so Seidlich.

In der Ratssitzung am Dienstag wurde einer Ergänzungsvereinbarung zum Generalplanungsvertrag mit Bauconcept aus Lichtenstein in Sachsen zugestimmt. Dabei geht es um maximal 160 000 Euro für die Leistungsphasen zwei bis vier, erklärte der Bauamtsleiter. Da sich diese Höhe auf die Bausumme bezieht, werde es wohl weniger. Denn der Rat hatte bereits in einer außerordentlichen Sitzung am 22. Dezember verschiedenen Einsparungen am Schulkomplex zugestimmt. So wird derzeit von einem Gesamtkostenumfang von 24,37 Millionen Euro ausgegangen. Bei der Berechnung der Ergänzungssumme war noch von 25,5 Millionen Euro die Rede.

Zu beschließen war ebenfalls ein Nachtrag an den Projektsteuerer PST aus Werder/Havel in Höhe von gut 66 000 Euro brutto für Tätigkeiten von März bis Dezember 2016. Hier brauchte es jedoch einiger Erklärungen von Steffen Seidlich. Ratsmitglied und Oberschulleiter Wolfgang Goldstein sei überzeugt, dass an den Ausstattungen für den Schulkomplex gespart werde, um Rechnungen wie diese zu bezahlen, kritisierte dieser.

Für den 23. Januar kündigte Steffen Seidlich ein Informationsgespräch beim Fördermittelgeber in Dresden an. Die einst bewilligten acht Millionen Euro waren im Laufe der Jahre auf 7,6 Millionen geschrumpft. Kurz gesagt: Jetzt muss geklärt werden, ob es angesichts der geplanten Ausstattung und so weiter bei dieser Summe bleibt.

Das Vorhaben Neubau Schulkomplex Schleife datiert aus dem Schleife-Vertrag von 2008. Der dort festgeschriebene Realisierungstermin war der 31. Dezember 2015. Aus verschiedenen Gründen, wie zu klärendes Urheberrecht von Architekten und strittige Finanzierungsfragen zwischen Vattenfall und der Gemeinde, sorgten für Verzögerungen.