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| 02:43 Uhr

Schuldfähigkeit bei sexuellem Missbrauch in Weißwasser wird geprüft

Die Staastanwaltschaft Görlitz veröffentlicht neue Erkenntnisse im Verfahren gegen den Beschuldigten S.
Die Staastanwaltschaft Görlitz veröffentlicht neue Erkenntnisse im Verfahren gegen den Beschuldigten S. FOTO: creationc
Weißwasser. Die Verhandlung gegen einen 43-jährigen Weißwasseraner vor dem Amtsgericht ist ausgesetzt. Das hat das Gericht am Montag in Weißwasser beschlossen. Christian Köhler

Dem Mann wird vorgeworfen, im Juni des vergangenen Jahres vor einem Supermarkt in Weißwasser einen damals siebenjährigen Jungen sexuell genötigt zu haben. Wie Staatsanwalt Sven Handke erläuterte, soll der Angeklagte dem Jungen an die Wäsche gewollt haben. Das hatte das Kind seiner Mutter berichtet, die deshalb Anzeige gegen den Mann stellte.

Am Montag sagte der Angeklagte aus, dass er sich an den Vorfall nicht mehr erinnern könne. "Ich habe einen Rückfall gehabt", gab er an. In jenen Tagen habe er täglich bis zu 18 Flaschen Bier getrunken, könne sich deshalb nicht erinnern, was er oder was er nicht getan hat.

Er wisse nur, dass er sich an jenem Junitag am Wasserturm in Weißwasser mit einer Freundin getroffen habe. Alles andere sei verschwommen. Derzeit befinde sich der Mann in Therapie, sei aufgrund seiner Alkoholerkrankung in einer Wohngruppe untergebracht.

Um die Schuld- und Verhandlungsfähigkeit des Mannes zu prüfen, beauftragte Richterin Sybille Adamsky ein psychiatrisches Gutachten. Es soll bis zur nächsten Verhandlung klären, ob der Angeklagte bewusst oder im Rausch gehandelt habe.