Auch der nunmehr dritte Film, den die Schüler der Bruno-Bürgel-Oberschule in Weißwasser im Schuljahr 2017/2018 gedreht haben, hat einen Preis abgeräumt. „Wir freuen uns riesig“, fasst Lehrerin Cornelia Staruß die Gemütslage zusammen. Immerhin haben sich die ehemaligen Schüler mit ihrem Werk „Weißwasser – bewegende Geschichte in einer dunklen Zeit“ gegen 66 Filme anderer Schulen aus ganz Sachsen in der Kategorie Klasse neun bis zwölf durchgesetzt und den ersten Platz erreicht.

Ehrung vor mehr als 250 Gästen

Beim 9. Sächsischen Schülerfilm-Festival am vergangenen Wochenende in Leipzig sind die Weißwasseraner vor mehr als 250 Gästen ausgezeichnet worden, dafür sind sie wie beim Klassentreffen wieder zusammengekommen.

Thema ihres dritten und letzten Filmes ist die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Schon bei den ersten beiden Filmen, die sich etwa mit der Glasgeschichte und der Eishockeytradition der Stadt beschäftigt hatten, bemerkt Schulleiter Dirk Nieter, dass es der Schule bei dem Projekt um mehr geht: Neben der technischen Umsetzung, die von den Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (Saek) unterstützt wurde, gehe es um Heimatgeschichte und damit auch um die Identifikation mit der Heimatstadt.

Weißwasser

Dass sich die Schüler nun mit den Zwanziger Jahren und der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt haben, hat offenbar Eindruck hinterlassen: „Unvorstellbar, dass es diese Zeit mit Hakenkreuzen, Judenverfolgung und SS auch in Weißwasser gegen hatte“, heißt es auf der Internetseite der Schule vonseiten der Schülern.

Stadtchronist und Stadtarchiv haben geholfen

Für den Film haben in Weißwasser neben dem Stadtarchiv auch Stadtchronist Lutz Stucka sowie mehrere Zeitzeugen mitgearbeitet. Die Schüler selbst haben geschauspielert, Interviews geführt und die Kameras sowie Tonaufnahmen übernommen.

Kompliziert ist es, anschließend die Ton- und Videobeiträge zu schneiden und zu einem gesamten Film zusammenzufügen. Darauf haben die Schüler schon beim zweiten Film hingewiesen. Im November 2018 ist der Film erstmals im Atrium der Schule der Öffentlichkeit präsentiert worden.

Wie die beiden Vorgänger der Filme sind sie in der Hugendubel-Bücherei sowie zum Weihnachtsmarkt der Schule am Donnerstag, 28. November zwischen 16 und 18 Uhr zu haben.