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| 03:02 Uhr

Schrotholzwölfe sind ohne Chance

Der Rietschener Jacob Gottschling (l.) beim Torwurf. Foto: J. Rehle/jor1
Der Rietschener Jacob Gottschling (l.) beim Torwurf. Foto: J. Rehle/jor1 FOTO: J. Rehle/jor1
Verbandsliga. Die Rietschener Schrotholzwölfe haben ihr letztes Punktspiel der Saison mit 23:32 gegen den Radeberger SV verloren. U. Holubek/hob1

Die Gäste hatten sich bereits den Klassenerhalt gesichert und konnten vor zahlreich mitgereisten Fans befreit aufspielen. Die Gastgeber mussten schweren Herzens auf Pörsel und Holubek verzichten. Dafür sprangen Gottschling und Schnabel ein.

Die Radeberger begannen deutlich aggressiver und damit druckvoller. Im Gegensatz dazu versuchten die Stahlmänner, mit einem ruhig vorgetragenen Aufbauspiel das Tempo zu drosseln. Begünstigt durch technische Fehler der Gäste lag Rietschen in der 4. Minute mit 2:0 in Front. Nach dem fälligen Ausgleich (2:2) hielten die Hausherren bis zu 6:6 mit. Allerdings hatten die Bierstädter zu diesem Zeitpunkt die überschaubaren Angriffsaktionen der Rietschener eingehend studiert. Aus dem Rückraum konnte einzig Jastrzebski für Gefahr sorgen. Ab der 15. Minute wurde der Hüne etwas enger verteidigt.

Das 7:6 war die erste Führung der Gäste, die niemals mehr in ernsthafte Gefahr geraten sollte. Ein überhastet abgeschlossener eigener Angriff in Unterzahl leitete das erfolgreiche Umkehrspiel der Gäste ein. Immer wieder setzten sie mit Konterläufen empfindliche Nadelstiche und erzielten einfache Tore. Die Halbzeitführung der Gäste von 15:11 ging völlig in Ordnung.

Radeberg begann die zweite Hälfte so, wie es die erste beendet hatte. Die stabile Abwehr zwang Rietschen zu vielen Fehlern. Daraus entwickelte sich das schnelle Umkehrspiel, in dessen Folge Stahl schnell mit sechs Treffern ins Hintertreffen geriet (14:20).

Den Hausherren konnte man aber in keiner Phase Einsatz und Willen absprechen. Obwohl sich die Heimmannschaft noch einmal auf 18:21 heranarbeitete, so richtig wollte keiner an ein Kippen des Spielverlaufes glauben.

In der letzten Viertelstunde dominierten die Gäste das Geschehen auf dem Parkett klar. Immer wieder Ballverluste und Abstimmungsprobleme in Angriff wie Abwehr nutzten die Gäste aus und zogen bis auf 31:21 davon. Am Ende mussten die Rietschener die Überlegenheit der Radeberger neidlos anerkennen.

Rietschen schließt die dritte Verbandsliga-Saison mit dem 11. Platz ab. Ob es nun zu einer Relegation kommt, ist noch offen.

Rietschen: Richter, Mertinatsch, Hänchen (2), Walter (4), Gottschling (4), Hilke (2), Obier (2), Jastrebski (8), Höfchen (1), Schnabel