Knapp 250 Teilnehmer trugen sich in die Listen ein. Über diesen Rekord freuen sich die sieben Mitglieder des Saalhausener Trabiklubs "Schorsch", die das Treffen organisierten. Bereits am Donnerstag standen die ersten auf dem Platz, obwohl erst am Freitag Anreise sein sollte, so der Vereinsvorsitzende Jörg Liebchen. So mancher Trabi, der auf der Festival-Wiese glänzte, war von den Besitzern so toll aufgearbeitet und verchromt, dass er es mit so mancher Nobelkarosse aufnehmen kann. Dabei hatten einige der DDR-Kultobjekte, die auf dem voll belegten Platz standen, Beachtliches auf dem Tachometer. 25 Jahre und mehr sind einige Exemplare auf der Straße.
Neben dem Fachsimpeln wurde das Treffen aber auch genutzt, um Ersatzteile zu tauschen, denn die Kultautos sollen ja noch lange fit bleiben. Angeführt von den Organisatoren gab es am Sonnabend Nachmittag eine Tour zur IBA nach Großräschen. Zu den Teilnehmern dieses traditionellen Trabitreffens gehörte auch Wolfgang Rozanski aus Schip kau, an dessen Trabant noch das SFB-Kennzeichen geschraubt ist. "Trabifahren ist einfach ein einmaliges Gefühl", sagt er. Das Trabitreffen findet er so toll, weil er unter Gleichgesinnten ist, Ersatzteile tauschen und unter Trabifans fachsimpeln kann. Noch einen Trabant-Kombi aufzubauen, das ist der Traum von Wolfgang Rozanski.
Ein Stück weiter stehen drei Trabis mit hierzulande eher unbekannten Kennzeichen. Sie kommen aus Freising, Mühldorf und Altötting aus Südbayern. Andreas Windisch erklärt die Liebe zu den Trabanten so: "Wenn man sich einmal infiziert hat, lässt es einen einfach nicht mehr los".
Rund um das Trabitreffen fand - organisiert vom Dorfklub und der Gemeinde Lug - das Dorffest mit einem Fußballturnier und vielen kulturellen Höhepunkten statt. Eine Modenschau, ein Fahrradparcours der Verkehrswacht sowie viele weitere abwechslungsreiche Programmpunkte gehörten dazu.
Der Vorsitzende des Trabiklubs "Schorsch" aus Saalhausen, Jörg Liebchen, freut sich jedenfalls schon heute auf das 9. Trabitreffen.