ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 03:02 Uhr

Schnelles Internet für Krauschwitz

Der erste Schaltkasten in Skerbersdorf. Die Husse als Signal dafür zogen Rüdiger Mönch (r.) und Ralf Berger (Büro Innoka) über.
Der erste Schaltkasten in Skerbersdorf. Die Husse als Signal dafür zogen Rüdiger Mönch (r.) und Ralf Berger (Büro Innoka) über. FOTO: ni
Krauschwitz. Der erste Schaltkasten für den Ausbau der Breitband-Infrastruktur im Gemeindegebiet Krauschwitz ist am Freitag im Ortsteil Skerbersdorf gesetzt worden. Bis Ende Oktober dauern voraussichtlich die Arbeiten. Dann werden über 1000 Haushalte und Unternehmen von der schnellen Daten-Autobahn profitieren. Gabi Nitsche

Jahrelang hat die Gemeinde in Person von Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) um schnelles Internet gerungen. Dessen Hartnäckigkeit wird nun belohnt. Die Telekom realisiert in den Ortsteilen Klein Priebus, Krauschwitz, Podrosche, Skerbersdorf und Werdeck den DSL-Ausbau. Dazu werden fast acht Kilometer Glasfaser-Leitungen verlegt und acht Schaltverzweiger, die die neue Technik enthalten, errichtet. Wenn das Breitbandnetz in Betrieb genommen wird, werden DSL-Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabites pro Sekunde angeboten. Über 1000 Haushalte und Unternehmen profitieren von dieser Modernisierung der Telekommunikationsinfrastruktur, hieß es am Freitagvormittag in Skerbersdorf. Unmittelbar neben dem Feuerwehrgerätehaus wurde offiziell der Bau gestartet.

Außerdem wird die Telekom in den Ortsteilen Sagar und Pechern die vorhandene Technik erneuern und damit auch dort Breitband ermöglichen. "Ein leistungsfähiger Internetzugang ist ein immer wichtigerer Standortvorteil und ganz wichtig aus Sicht der Daseinsfürsorge", betonte Rüdiger Mönch.

"Es wird Zeit, dass die Benachteiligung aufgehoben wird", zog Dezernent Werner Genau den Vergleich des ländlichen Raumes mit Großstädten, wo schnelles Internet Normalität ist. Im Landkreis Görlitz fließen oder flossen bereits in die entsprechenden Maßnahmen 4,6 Millionen Euro. Krauschwitz bekommt 90 Prozent des Eigenanteils in Höhe von 190 000 Euro aus Mitteln der integrierten ländlichen Entwicklung gefördert. Die Struktur dieses Fördertopfes sei sehr gut geeignet, die Breitbandversorgung voranzubringen, so Genau. Wie unterversorgt vor allem die Neiße-Region im Landkreis ist, zeigte Genau anhand einer Kreiskarte. Deshalb begrüße er, dass Sachsen dieses Fördermittelprogramm in den kommenden Jahren weiterführe.

In Thomas Jurk, dem SPD-Bundestagsabgeordneten, hatte Krauschwitz einen Verbündeten, wenn es um schnelles Internet an der Neiße ging. Er sei davon überzeugt, dass es Teil der Grundversorgung bis in jeden Landeszipfel sein müsste. "Schnelles Internet gehört zur Lebensqualität", so Jurk. Der Weißkeißeler unterstrich: "Wir brauchen aber auch Mobilfunk. Das ist bisher eine Katastrophe." Die Analyse, die der Landkreis veranlasste, verdeutliche das.

Zum Thema:
Der DSL-Ausbau durch die Telekom erfolgt auch in der Nachbargemeinde Rothenburg. Bis Dezember 2014 sollen 1300 Haushalte und Firmen in den unterversorgten Rothenburger Ortsteilen Bremenhain, Dunkelhäuser, Geheege, Lodenau, Neusorge, Nieder Neundorf, Steinbach und Uhsmannsdorf erschlossen werden. Der Startschuss fiel am Montag.