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| 02:52 Uhr

Schnellerer Nutzen für die Praxis

Görlitz. Die Hochschule Zittau/Görlitz und die Gesellschaft für Wissen- und Technologietransfer (GWT-TUD GmbH) haben ihre Kooperation vereinbart. Der Fokus liegt auf Beratung, Projekt- und Erfindungsmanagement sowie auf der Kooperationsanbahnung. Im Ergebnis sollen Unternehmen besseren Zugang zu den Leistungsangeboten der Hochschule erhalten. red/br

Die GWT-TUD GmbH wird die ostsächsische Hochschule von der Erfinderbetreuung über die Ansprache regionaler und internationaler Industriekunden bei Transferaktivitäten unterstützen. Um den Transferprozess aktiv zu gestalten und zu koordinieren, beabsichtigt die Hochschule Zittau/Görlitz, zusammen mit dem sächsischen FuE-Dienstleister eine gemeinsame Transfereinheit aufzubauen und aktiv zu betreiben. Das teilt Pressesprecher Jens Jungmann mit.

Die Hochschule habe mit Unterstützung der GWT-TUD eine Strategie zum Umgang mit geistigem Eigentum erarbeitet. Diese vor kurzem von der Hochschule beschlossene Strategie sei eine Voraussetzung für die künftige Beteiligung von Hochschulen am Förderprogramm "Wipano - Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen" des Bundeswirtschaftsministeriums. Mit einer solchen Schutzrechtsstrategie besitze die Hochschule einen klar umrissenen Handlungsrahmen für alle Beteiligten. Er erstrecke sich von der Erfindung über die Patentanmeldung bis zur Verwertung in den Unternehmen, heißt es weiter.

"Ich wünsche mir, dass noch mehr Hochschulen in Sachsen eine eigene Schutzrechtsstrategie entwickeln und mit Leben erfüllen", sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) für Innovationspolitik und Technologieförderung, und: "Diese Kooperation soll wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller wirtschaftlich verwerten."

Professor Tobias Zschunke, Pro-Rektor Forschung der Hochschule Zittau/Görlitz, bekräftigte: "Wir wollen unseren Transferaktivitäten mehr Dynamik verleihen." Und Claus-Peter Held, Geschäftsführer der GWT-TUD, sagte: "Wir sehen unsere Aufgabe darin, Forschungsergebnisse der Wissenschaftler an Industriepartner zu vermitteln. Dafür haben wir die notwendigen Instrumente und Netzwerke."

Das zu Jahresbeginn gestartete Förderprogramm Wipano des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt im Schwerpunkt "Öffentliche Forschung - Weiterentwicklung von Erfindungen" Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Idee bis zur Vermarktung. Wipano löst das Programm "Signo-Hochschulen" ab. Das sächsische Wirtschaftsministeriumübernimmt die Kofinanzierung.

Zum Thema:
Die Hochschule Zittau/Görlitz ist eine sächsische Hochschule für angewandte Wissenschaften mit den Standorten Zittau und Görlitz. Gegenwärtig sind rund 3000 Studierende immatrikuliert, darunter 581 Ausländer aus 38 Nationen. Die Hochschule gliedert sich in sechs Fakultäten.