Auf die Boxberger kommen harte Zeiten zu. Das hat der Stellvertretende Bürgermeister Hendry Balko in der jüngsten Ratssitzung bekannt gegeben. Die Kämmerei hatte erklärt, die Höhe des zu erwartenden Ausfalls durch noch nicht genau ermitteln zu können. Doch es werde ein Verlust von rund einer Million Euro geschätzt. „Die ohnehin angespannte Haushaltslage wird sich demnach weiter verschärfen“, so Balko. Die von Bund und Land beschlossenen Schutzschirme für die Ausfälle vor allem bei der Gewerbesteuer sorgen für eine Entlastung, doch sie können nicht alles ausgleichen – davon geht man in Boxberg aus.
Damit sind weitere Sparmaßnahmen im Haushalt auf der Tagesordnung. „Für den Doppelhaushalt 2021/2022 ist in vielen Bereichen mit weiteren Einschnitten zu rechnen. Es ist den Verantwortlichen in der Verwaltung bewusst, dass diese Sparmaßnahmen schmerzhaft sind, aber die gegenwärtige Situation lässt keine Alternative zu“, gibt Balko die Linie aus der Kämmerei weiter.

Boxberg erhöht Steuerhebesätze

Erst im Mai dieses Jahres hatte Boxberg das Sparkonzept für die Zeit bis 2023 beschlossen. In diesem Zusammenhang geht es um Ausgabenkürzungen beim Personal und bei den Sachkosten. Allein beim Personal sollen rund 100 000 Euro eingespart werden. Zudem haben die Boxberger in dem Zusammenhang angekündigt, dass die Steuerhebesätze rauf müssen. Das Sparkonzept gibt den groben Fahrplan fest, wo die Gemeinde hin möchte. Die einzelnen Positionen müssen dann mit Gemeinderatsbeschlüssen untersetzt werden.