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Schloss Kliczkow liegt am Gartenkulturpfad

Seit gestern ist der Verein Fürst-Pückler-Region aus Bad Muskau dem angestrebten grenzüberschreitenden Gartenkulturpfad wieder einen Schritt näher gekommen. Mit Elzbieta Lobacz-Bacal vom Tourismusverein PTTK Zary (Sorau) und Magdalena Piasecka-Ludwin von der Firma Integer/Schloss Kliczkow (Klitschdorf) wurde die künftige Partnerschaft besiegelt. Von Gabi Nitsche

„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit an diesem Projekt und vor allem über die gemeinsame touristische Vermarktung, von der wir dann ebenfalls profitieren“ , bemerkte Magdalena Piasecka-Ludwin von der Firma Integer/Schloss Kliczkow am Ende der gestrigen Arbeitsberatung im Moorbad in Bad Muskau. Sie sei überzeugt, so die Polin, dass der angestrebte Gartenkulturpfad für alle Beteiligten einen Gewinn darstellt. „Was machen wir dann mit dem vielen Geld?“ , bemerkte sie schmunzelnd. Kurz zuvor hatten sie sowie Elzbieta Lobacz-Bacal vom Tourismusverein PTTK Zary ihre Unterschriften unter Verträge mit dem Bad-Muskauer Förderverein Fürst-Pückler-Region gesetzt und damit ihre Partnerschaft aktenkundig besiegelt. Denn fremd ist man sich keineswegs. „Die Kontakte bestehen schon rund sechs Jahre“ , stellte Annemarie Harzbecher, Geschäftsführerin des Fördervereins, fest. Und sie fügte hinzu: „Nun ist es uns aber möglich, Fördermittel aus dem EU-Programm Interreg IIIa zu beantragen.“
Sie und ihre Mitstreiter haben es sich seit knapp drei Jahren auf die Fahnen geschrieben, mit besagtem Pfad etwa 50 Gärten, Parks und Anlagen zu einem grünen Band beiderseits der Neiße zu vernetzen. „Doch ohne finanzielle Unterstützung kommen wir nie ans Ziel“ , so Harzbecher realistisch. „Und dafür wiederum brauchen wir eine Lobby in Politik und Wirtschaft.“ So saßen gestern die CDU-Bundestagsabgeordneten Maria Michalk und Klaus Brähmig mit am Tisch. „Der Verein hat mich um Hilfe gebeten und dazu habe ich mir Klaus Brähmig mitgebracht. Er ist der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tourismus in der CDU-/CSU-Fraktion.“
„Darüber sind wir auch sehr froh. Und wir nehmen alle Leute beim Wort, lassen nicht locker“ , so Annemarie Harzbecher. Michalk und Brähmig regten zum einen an, sich in der Berliner Landesvertretung Sachsens zu präsentieren, zum anderen wollen sie die komplette Fraktion nach Bad Muskau holen, um sie mit dem Anliegen des Gartenkulturpfades vertraut zu machen. Brähmig kündigte außerdem an, die Chefin des Deutschen Zentralen Tourismusvereins hierher einzuladen. „Über diese Strecke ist es möglich, international aktiv zu werden“ , schätzte er ein.

Zum Thema Zeitliche Folge
 Es sei schwer, für die Fertigstellung des Gartenkulturpfades einen Zeitrahmen zu stecken. Die Pflegearbeiten und Instandsetzungen kosten Zeit und vor allem Geld. „Deshalb konzentrieren wir uns gemeinsam mit der Marketinggesellschaft Oberlausitz als erstes auf die touristische Vermarktung jener Parks und Anlagen, die bereits sehenswert sind. Es geht um buchbare Reiseangebote.“