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| 16:45 Uhr

Schleife
Einziger Wunsch: immer genug Luft

Der Schleifer Posaunenchor begeht am Sonntag seinen 40. Gründungstag. Von Torsten Richter-Zippack

Zu einem Jubiläumskonzert wird für Sonntag, 7. Oktober, um 17 Uhr in die Schleifer  Kirche eingeladen. Dann begehen die Bläser des örtlichen Posaunenchores die 40. Wiederkehr der Gründung ihres Ensembles. Leiter Björn Sobota hat indes nur einen Wunsch: „Stets genug Luft, um gemeinsam und froh noch zahlreiche Gottesdienste, Bläsereinsätze und Musiken zu gestalten.“

Der Künstler kann aktuell auf 17 Bläser im Alter zwischen 15 und 66 Jahren zurückgreifen. Pro Jahr stehen zwischen 20 und 30 Einsätze an. „Davon werden hauptsächlich Gottesdienste musikalisch mitgestaltet, ebenso Auftritte in der Öffentlichkeit. Hinzu gesellen sich Bläsereinsätze im Advent, bei denen ältere Menschen im Schleifer Kirchspiel besucht werden“, erklärt Sobota.

Geprobt werde regelmäßig dienstags ab 19 Uhr im Schleifer Pfarrhaus. „Auch vor unserem Chor macht das Alter nicht halt. So ist Nachwuchs immer gern gesehen“, sagt Björn Sobota.

Die Gründung des Schleifer Posaunenchores wurde im Jahr 1978 durch die damalige Kantorin Erika Nitschke in die Wege geleitet. Anlass bildete der Zuzug von Pfarrer Ulrich Maiwald nach Schleife. Dessen Kinder sowie die drei Kinder der Kantorin waren die ersten Bläser. Darüber hinaus wurden weitere Bläser ausgebildet. Später übernahm der älteste Pfarrsohn Gerd Maiwald die Leitung des Ensembles. Seit dem Jahr 2004 steht Björn Sobota dem Posaunenchor vor. „Wir bringen auch ein Zeichen des Glaubens über die Mauern unserer Kirche hinaus. Dazu gehören unter anderem Dorffeste, Geburtstagsfeiern und Kirchentage“, erklärt der Künstler.

In Schleife gab es bereits während der 1950er-Jahre einen Posaunenchor, wie Schriftstücke aus dem Kirchenarchiv belegen. Schon im Oktober 1951 hatte Posaunist Dieter Siegemund ein Ensemble mit drei Flügelhörnern, einem Tenorhorn und einem Bariton gegründet. Vier Jahre später nahm das Landeskirchenamt den Chor offiziell in die Sächsische Posaunenmission auf. Allerdings endete die Karriere des Klangkörpers jäh: Denn die Liebe zur Tanzmusik und die Mitwirkung in der Tanzkapelle „Fidelio“ wurde dem Leiter Siegemund zum Verhängnis. So empfahl die Sächsische Posaunenmission im Dezember 1956, den Leiter von seinem Amt zu entbinden. Daraufhin löste sich der Posaunenchor auf.