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| 14:39 Uhr

Kultur auf dem Dorf
Schleifer Kultursommer erlebt seine Premiere

 In der Kirche in Schleife wird am 17. Mai um 19 Uhr eine Ausstellung mit Gemälden eröffnet.
In der Kirche in Schleife wird am 17. Mai um 19 Uhr eine Ausstellung mit Gemälden eröffnet. FOTO: Gabi Nitsche
Schleife. Die Kirchengemeinde will mit dem neuen Angebot das Dorfleben bereichern. Von Regina Weiß

Kirche soll offen sein für alle. Egal, ob sie konfessionell gebunden sind oder nicht. „Das ist uns ganz wichtig“, sagt Schleifes Pfarrerin Jadwiga Mahling. Das ist sozusagen die Basis für den ersten Kirchen-Kultur-Sommer, der in Schleife startet. Der andere Grund ist, dass Kirche, Kunst und Kultur schon immer zusammengehört haben. „Da muss man nur mal in die prächtigen Kathedralen schauen. Oder was Deutschland ohne Johann Sebastian Bach“, benennt die Pfarrerin zwei Beispiele. Das sozusagen im Hinterkopf wurde das neue Angebot gemeinsam im Gemeindekirchenrat erdacht. Dieser verfolgt damit aber noch eine andere Idee. Nämlich zu zeigen, dass es lebenswert ist auf dem Land zu wohnen. Das soll mit diesem Veranstaltungsangebot unterstützt werden. Es bedarf also keiner großen Reise, um Kunst und Kultur zu erleben. Im Gegenteil, fällt quasi aus der Haustür und ist da. Da passt es auch ins Konzept, dass die Offerten von der Größe des Geldbeutels abhängig sind. Deshalb wird bis auf den angebotenen Workshop kein Eintrittsgeld verlangt.

Hinzu kommt, dass die Kirchengemeinde noch etwas anderes im Hinterkopf hat. „Wir haben so schöne Gebäude, die wir dafür nutzen können.“

Konzerte, Workshop, Kunst, Podium und Kino sind die Schlagworte, die die Premiere umreißen. Los geht es am Freitag, 17. Mai, 19 Uhr, mit einer Ausstellung in der Kirche. Die jüdische Künstlerin Judith Wetzka aus Heidlelberg bringt ihre Malereien mit in die Oberlausitz. „Das ist mal etwas ganz anderes und hat man hier auch noch nicht erlebt“, findet Jadwiga Mahling. Der Kontakt ist alten Connections zu verdanken, muss die Pfarrerin lachend eingestehen. Mit dem Workshop (siehe Infobox) und dem Scheunenkonzert am 18. Mai geht es weiter. Für Letzteres sorgt die sorbische Band „Kula-Bula“. Sie haben Swing und Jazz im Gepäck, um die Schleife und ihre Gäste zu unterhalten. Los geht es um 19 Uhr in der Pfarrscheune.

Im Juni gibt es jeden Donnerstag um 19.30 Uhr in der Pfarrscheune das Sommerkino. An den Abenden will man mit den unteschiedlichsten Genres aufwarten. Es gibt Filme zum Lachen, aber auch zum Nachdenken.

Ende Juni wird es dann noch einmal musikalisch. Die Görlitzer Band „Krawitschko“ will mit Musik aus aller Welt unterhalten.

„Das ist sozusagen der erste Block unseres Kultursommers“, erklärt Jadwiga Mahling. Ein zweiter folge dann im September. Auch dann mit Ausstellung und Konzerten. Dort laufen die Abstimmungen noch. Warum es eine Pause gibt, ist unter anderem den Ferien geschuldet und dem Umstand, dass die Engagierten an vielen Tagen engagiert sind.

Ob es einen zweiten Kultursommer geben wird, wird die Premiere zeigen. Jadwiga Mahling sieht das relativ gelassen. „Wir testen es einfach mal aus.“ Ob der Test gelingt, haben die Schleife am Ende selbst in der Hand.